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#Battlefield oder Call of Duty? Sony und Microsoft streiten sich darum, welcher Shooter schlechter ist

„Battlefield oder Call of Duty? Sony und Microsoft streiten sich darum, welcher Shooter schlechter ist“

Sony wehrt sich weiterhin, die Activision-Übernahme von Microsoft zu akzeptieren. Call of Duty sei eine zu große Marke im Shooter-Bereich, womit »das Battlefield-Franchise nicht mithalten« könne.


Passend zum kürzlichen Release von Modern Warfare 2 und Warzone 2 geht die Activision-Übernahme von Microsoft in die nächste Runde. Wer sich besonders ausführlich beschwert, ist Konkurrent Sony – vor allem wegen Call of Duty. 

Aktuell untersucht die britische Kartellbehörde CMA, ob man der Übernahme zustimmen kann, oder dadurch eine Monopolstellung im Videospielbereich entsteht. Die beiden Unternehmen haben nun zwei Dokumente veröffentlicht, die ihre jeweiligen Sichtweisen verteidigen sollen.

Während Sony mit 22 Seiten auskommt, hat Microsoft stolze 111 Seiten verfasst. Dabei redet Microsoft ihr potenziell bald eigenes Franchise klein, während Sony CoD in den Himmel lobt – als wäre das nicht schon genug, wird Battlefield mit in diese Schlammschlacht gezogen. 

Wieso unser Redakteur Peter die Übernahme von Diablo wichtiger findet, erklärt er in folgendem Artikel: 

CoD vs. Battlefield

Den jeweiligen Dokumenten sind einige wichtige Zitate zu entnehmen, die die zugrundeliegende Argumentation unterstreichen sollen. Wir fassen für euch die spannendsten Passagen zusammen:

Das ist Sonys Argumentation

Aus Sicht der japanischen Firma ist Call of Duty eine nicht einholbare Größe im Shooter-Segment. Als Beispiel wird EA’s Battlefield-Reihe vorgezeigt. Trotz der Ähnlichkeiten zwischen CoD und Battlefield könne letzteres nicht mithalten. Die CoD-Serie hat bis zum August 2021 insgesamt über 400 Millionen Kopien verkauft, während Battlefield gerade mal auf 88,7 Millionen verkaufte Spiele kommt. 

Call of Duty ist für jeglichen Rivalen zu fest verwurzelt, egal wie gut ausgerüstet, um aufzuholen. Es ist in der letzten Dekade fast jedes Jahr das meistverkaufte Spiel gewesen und im FPS-Genre überwältigend das meistverkaufte Spiel.

Dice bemüht sich jedoch, die erdrückend geringen Spielerzahlen von Battlefield 2042 wieder anzukurbeln. Die neue Season bringt beispielsweise einige Neuerungen ins Spiel, den Trailer könnt ihr euch hier ansehen:

Battlefield 2042 will euch 100 Gründe liefern, Season 3 zu spielen





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Battlefield 2042 will euch 100 Gründe liefern, Season 3 zu spielen

Das ist Microsofts Argumentation

Der Xbox-Hersteller stellt Sonys Monopol-Vorwürfe als unbegründet dar, immerhin sei Call of Duty nur einer von vielen erfolgreichen Shootern. Im Dokument werden Fortnite, Apex Legends, Battlefield, Rainbow Six: Siege, Destiny und weitere Titel aufgezählt, zu denen Sony weiterhin Zugriff hätte. Microsoft habe auch angeboten, einen Zehnjahresvertrag festzulegen, über dessen Zeitspanne jegliche CoD-Spiele auch auf Sonys Konsole kommen würden. 

Außerdem sei Call of Duty rein spielerisch im Gegensatz zu anderen Sony-Titeln gar nicht so gut – CoD habe bisher nicht den Sony-Preis für das Spiel des Jahres oder meisterwartete Spiel einsacken können, die Metacritic-Wertungen seien nie herausstechend gut und die Spiele würden bei vielen bekannten Websites wie IGN und Game Rant konstant schlechter bewertet als die Spitzenspiele

Die Exklusivspiele von Xbox seien denen von Sony ebenfalls unterlegen – sowohl in der Anzahl als auch in der Qualität. Es gab im Jahr 2021 mehr als 280 exklusive First- und Third-Party-Titel auf der PlayStation, nahezu fünfmal mehr als auf Xbox. […] Der durchschnittliche Meta-Score für Sonys Top 20 Exklusiv-Spiele im Jahr 2021 beträgt 87/100, bei Xbox 80/100. 

Microsoft geht sogar noch einen Schritt weiter und zieht den Vergleich zu Nintendo, denn auch die könnten sich ohne Call of Duty im Videospielmarkt etablieren. Dieses Argument kontert Sony aber: Das verrät Microsofts wahre Strategie. Microsoft möchte, dass PlayStation wie Nintendo wird, damit es ein weniger naher und effektiver Wettbewerber für Xbox wird. Microsoft würde damit ein one-stop-shop für alle bestverkauften Shooter-Franchises wie CoD, Halo, Gears of War, Doom und Overwatch werden. 

Welche Titel Microsoft mit dem Activision-Deal unter seinen Hut kriegen würde, klären wir übrigens hier: 

Wie geht’s weiter? 

Ob die Übernahme ein positives Ende für Microsoft finden wird, ist noch alles andere als klar. Die britische Kartellbehörde hat im September bereits Bedenken geäußert, dass der Deal eine Monopolstellung hervorrufen könnte. Microsoft CEO Satya Nadella zeigte sich im selben Monat jedoch zuversichtlich, dass alles glatt gehen wird. 

In einem hat Microsoft in jedem Falle recht: Die Kritiken zu Call of Duty sind sicher nicht herausragend, das neue Warzone 2 wird auf Steam aktuell besonders negativ bewertet. Aber gleichzeitig erreichte das neue CoD Modern Warfare 2 binnen Rekordzeit Milliardenumsätze.

Glaubt ihr, dass die Activision-Übernahme von Microsoft für ein Ungleichgewicht sorgen würde? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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