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#Das erste Mal allein wandern – 11 Tipps für eine entspannte Draußen-Zeit

Das erste Mal allein wandern – 11 Tipps für eine entspannte Draußen-Zeit

von Nathalie & Anne Abendroth von den Rucksackfrauen und Christin Berges von Hike Inspired

Du läufst durch den Wald und spürst den weichen Boden unter deinen Füßen. Es ist still, nur die Vögel singen ihr fröhliches Lied. Du atmest tief ein und aus, fühlst dich frei und unbeschwert. Eine tolle Vorstellung, oder? Viele bekommen es allerdings mit der Angst zu tun, wenn sie sich vorstellen, allein im Wald zu sein oder gar zu übernachten. Reizvoll, aber unheimlich zugleich kommt der Gedanke an ein Solo-Abenteuer in der Natur daher. Plötzlich spielt uns unser Kopf Streiche, lässt uns darüber nachdenken, was passieren könnte, wenn wir uns verlaufen. Oder wir malen uns andere Horrorszenarien aus, die zwar höchst unrealistisch sind, uns aber mit einem mulmigen Gefühl in der Magengrube zurücklassen.

Dennoch sehnst du dich danach, allein Zeit in der Natur zu verbringen? Du möchtest deine Unsicherheiten überwinden? Du wünschst dir, unabhängig von Freunden zu sein, die dann plötzlich doch keine Zeit oder Lust haben, dich zu begleiten? Wir geben dir 11 Tipps, wie du entspannt in dein erstes Solo-Abenteuer in der Natur starten kannst. Und dabei ist es ganz egal, ob du allein wandern oder vor deiner Haustür spazieren, eine Hüttentour in den Alpen machen oder deine erste Nacht allein im Zelt verbringen möchtest.

1. Bereite dich gut vor

Fangen wir mit dem Offensichtlichsten an: Eine gute Vorbereitung ist das A und O. Wähle eine Strecke, die deiner körperlichen Fitness entspricht und packe ausreichend Proviant in den Rucksack, insbesondere Wasser. Verbandszeug, eine Regenjacke und ein Handy solltest du ebenfalls dabeihaben. Wenn du mit Zelt unterwegs sein möchtest, spielt die richtige Ausrüstung natürlich noch eine viel wichtigere Rolle. Hilfreiche Infos für deine Packliste auf Trekkingtouren mit Zelt findest du auf Annes Blog Little Red Hiking Rucksack.

Sächsische Schweiz, Elbsandsteingebirge

© Charlott Tornow

2. Starte in beliebten Regionen zu geschäftigen Uhrzeiten

Wähle für dein erstes Draußen-Abenteuer eine Route, die bei Wander*innen beliebt ist. Bekannte Wanderregionen in Deutschland sind neben den Alpen etwa die Sächsische Schweiz, der Harz oder Schwarzwald, aber wahrscheinlich gibt es auch vor deiner eigenen Haustür Wanderwege, die höher frequentiert sind als andere. Gehe erstmal samstags oder sonntags los, wenn viele Menschen Zeit in der Natur verbringen, so kannst du dich langsam ans Alleinsein gewöhnen.

3. Mach dich im MutCamp für deine entspannte Draußen-Zeit fit

Eine Extra-Portion Mut kannst du dir während eines Coaching-Wochenendes abholen. Im „MutCamp“ unterstützen wir dich dabei, deinen Mutmuskel zu trainieren. Unter dem Motto “Ab in die Natur: Mit Gelassenheit statt Muffensausen” findet vom 22. bis 24. April 2022 das Camp in der Nähe von Berlin statt. Allerdings nur für Frauen!

Navigation_Wandern_Apps

© Patrick Schopflin | Unsplash

4. Stelle sicher, dass du dich nicht verläufst

Für dein erstes Mal allein im Wald kann es beruhigend sein, zunächst eine Strecke zu laufen, die du schon kennst. Alternativ achte auf Wanderwege, die besonders gut markiert sind, zum Beispiel Premium- oder Qualitätswanderwege. Ergänzend empfehlen wir dir eine Wanderapp, die ein Verlaufen fast unmöglich macht. Und wenn es doch mal passiert, führt sie dich schnell zurück auf den richtigen Weg. Damit du auch wirklich nicht verloren gehst, solltest du Freund*innen oder deiner Familie von deinen Plänen erzählen. Wann bist du wo unterwegs? Diese Info an eine Freundin oder einen Freund weiterzugeben, kann unheimlich beruhigend sein. Du kannst dir auch überlegen, ob du ausmachst, dich zu melden, sobald du zurück bist.

5. Mach deine erste Solo-Tour gut gelaunt bei schönem Wetter

Ein Muss vor jeder Tour: der Blick auf den Wetterbericht. Tatsächlich kann es für die erste Tour allein auch helfen, bei sonnigem Wetter loswandern. Der Wald wirkt freundlicher und die Sonne sorgt sicher auch bei dir für gute Laune.

allein wandern, Schweden

© Anne Abendroth

6. Tauche in den Moment ein

Vielleicht hast du ja schon mal vom Waldbaden gehört. Wissenschaftler*innen haben nachgewiesen, dass intensive Aufenthalte im Wald das Stresssystem des Menschen beruhigen, unser Immunsystem stärken und unsere kognitiven Fähigkeiten verbessern. Beim Waldbaden tauchst du mit all deinen Sinnen in die Atmosphäre des Waldes ein, zum Beispiel indem du die natürlichen Strukturen von Bäumen und des Waldbodens mit Händen und Füßen ertastest oder die verschiedenen Gerüche der Hölzer und Pflanzen riechst. Sollte es dir anfangs etwas mulmig sein, konzentriere dich also genau darauf, auf die schönen Kleinigkeiten am Wegesrand. Nimm alles ganz genau wahr, lass dir Zeit und genieße die Details, die die Natur so einzigartig machen. Tief ein- und auszuatmen sorgt dafür, dass sich dein Körper entspannt. Achte dabei darauf, etwas länger aus- als einzuatmen, da sich der Herzschlag beim Ausatmen verlangsamt. Vielleicht beruhigt es dich, Musik zu hören – auch mit Musik im Ohr kannst du Natur erleben, manchmal sogar intensiver.

8. Verbringe deine erste Nacht allein im Zelt auf beliebten Trekking-Plätzen

Wenn du mit Zelt unterwegs bist, solltest du darauf achten, dass du nicht zu spät an deinem Übernachtungsplatz ankommst. So hast du Zeit, dich im Hellen mit deiner Umgebung vertraut zu machen. Sicherlich auch keine schlechte Idee ist es, einen beliebten Trekking-Platz zu wählen, etwa im Frankenwald, im Schwarzwald oder in der Eifel. Eine Übersicht über alle Trekking- und Biwakplätze in Deutschland findest du hier. Auf diesen sehr einfachen und naturnahen Übernachtungsplätzen findest du ein Minimum an Infrastruktur und die Chancen stehen gut, dass du nicht allein dein Zelt aufschlägst.

allein wandern, Schweden

© Anne Abendroth

9. Plane Auswege aus dem Abenteuer

Natürlich möchtest du deine vorher ausgewählte Tour bis zum Ende durchwandern, doch gerade bei anspruchsvolleren Wegen kann es hilfreich und beruhigend sein, schon vor dem Losgehen Möglichkeiten zu recherchieren, wie du die Tour gegebenenfalls verkürzen kannst. Wenn du dich dann doch ein wenig übernommen hast, dir die Füße wehtun oder du schlicht und einfach keine Lust mehr hast, ist es gut, zu wissen, wo der nächste Bahnhof oder der Shortcut zurück zum Wanderparkplatz ist.

10. Kenne die Basics in Outdoor-Erste-Hilfe

Höchstwahrscheinlich wird auf deiner Tour alles gut gehen und du wirst dich weder verletzen, noch auf andere Menschen treffen, die Hilfe brauchen. Doch gerade, wenn du gern auf Nummer Sicher gehst, kann ein spezieller Kurs in Outdoor-Erste-Hilfe eine echt spannende Sache sein. Es gibt mittlerweile besonders von Wildnisschulen Angebote, bei denen du ein ganzes Wochenende im Wald verbringst und hautnah lernen kannst, was man tut, wenn doch mal was schief geht. Auch beim „MutCamp“ lernst du ein paar tolle Outdoor-Hacks wie Feuermachen kennen.

albanien, osum schlucht

© Charlott Tornow

11. Vorsicht mit Feuer!

Apropos Feuer… Eine laue Sommernacht, über dir der Sternenhimmel und vor dir ein gemütlich knisterndes Feuer, über dem das Abendessen brutzelt. Das ist der absolute Outdoor-Traum. Sei aber gerade beim Thema Feuer extrem vorsichtig. Durch die Trockenheit in den letzten Jahren, herrscht mittlerweile fast immer, auch im Winter, eine gewisse Waldbrandgefahr. Wenn du dich mit dem Feuermachen und vor allem dem sachgemäßen Löschen nicht auskennst, dann greife lieber auf weniger invasive Kochmethoden zurück. Ein Gaskocher, den du auf einer festen Unterlage nutzt, minimiert das Risiko enorm und du kannst ihn gefahrlos nutzen.

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