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#Das Schöne und das Böse an Olympia 1972

„Das Schöne und das Böse an Olympia 1972“



Ein Stadion als Parabel auf den Sport: Schwebende Leichtigkeit, die das Zeltdach am 1. September 1972 suggeriert, wird oft nur unter ungeheuerlichen Anstrengungen erzeugt.

Bild: Witters

50 Jahre später erinnert das Münchner Olympiastadion an das Projekt, ein anderes Deutschland zu zeigen: bunt, heiter, befreit von den Dämonen. Bis der Anschlag die Menschen aus einem Sommernachtstraum riss.

Der Mann auf dem Bild sieht aus, als würde er direkt Richtung Zukunft losbrettern. Das Motorrad: blitzendes Chrom und himmelblauer Lack, der Helm farblich exakt abgestimmt. Unter dem Visier: ein Blick, der Entschlossenheit und Vorfreude ausstrahlt. Und dann ist da noch dieser Anzug. Silbern schimmernd, fast leuchtend in der Sonne, mit einem kantigen Falten- und Schattenwurf, ein Outfit, mit dem es statt auf die bayerische Autobahn auch auf Weltraumfahrt gehen könnte.

Otl Aicher, heißt es, nutzte die Gelegenheit gern, sich auf die knatternde BMW zu setzen für eine Ausfahrt mit den „Blauen Engeln“, den Polizisten, die als VIP-Begleiter unterwegs waren bei den Olympischen Spielen 1972. Es ist eine perfide Grausamkeit des Schicksals, dass für diesen Aicher, der nicht nur die Spiele von München mit seinem Design in eine andere Zeit befördert hat, der das auch gleich noch für ganz Deutschland vorhatte, und das nicht nur gestalterisch, dass für diesen Otl Aicher die Zukunft schon 1991 zu Ende war, weil er zu Hause im Allgäu beim Rückwärtsfahren mit seinem Rasentraktor von einem Motorrad erfasst wurde.

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