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#Eintracht Frankfurt geht gegen Bayern München unter

„Eintracht Frankfurt geht gegen Bayern München unter“

Wenn der Serien-Champion im weiteren Verlauf in ähnlicher Form fortsetzen kann, was er in der Ouvertüre zum Besten gegeben hat, wird es auch in der Jubiläumssaison der Bundesliga ausgesprochen schwer werden, am Sonderstatus dieser besonderen Fußballmannschaft zu rütteln: Der FC Bayern hat das neue Sportjahr mit einer bemerkenswerten Demonstration seiner Klasse begonnen.

Der Münchner 6:1-Sieg in Frankfurt trug an vielen Stellen Charakterzüge einer wunderbar anzuschauenden Leichtigkeit, mit der sie die Eintracht-Elf in ihrer Schwerfälligkeit an diesem Abend düpierte und dem Team von Oliver Glasner eine Blamage bescherte, die so überraschend kam, wie sie verdient war.

Zum unverblümt geäußerten Unterhaltungswunsch eines großen Teils der heimischen Anhängerschaft gehört zwar, dass in der 60. Spielzeit mehr Spannung an der Tabellenspitze herrschen soll, wo zuletzt die Bajuwaren nahezu nach Belieben zehnmal in Folge triumphierten.

Doch dieser denkwürdige Sommer-Freitag in Frankfurt machte deutlich, dass der Erfolgshunger des Rekordmeisters noch lange nicht gestillt ist und dass sich die Konkurrenz einmal mehr auf einiges gefasst machen darf.

Die Frankfurter Absicht, mit Mario Götze als gestaltendem Denker und Lenker auftrumpfen zu können, durchkreuzten die Münchner, die dem Weltmeister von 2014 und dessen Nebenleuten durch eine konsequente Zweikampfführung den Schneid abkauften. Es waren die Männer in Rot, die das Heft des Handelns sogleich in die Hand nahmen und nicht mehr hergaben.

Während die Frankfurter Fans in der Nordwestkurve ihre eigene Show abzogen und die Arena mit dem Dampf aus Nebelkerzen einräucherten, bewies Josua Kimmich sofort den richtigen Durchblick. Bei einem Freistoß aus 20 Metern richtete er seinen Blick nach links und deutete somit an, flanken zu wollen. Tatsächlich schlenzte der Nationalspieler den Ball rechts an der Mauer vorbei, wo die Kugel den Pfosten touchierte und zur Führung ins Netz sprang (5.).

Die Eintracht kam danach nicht hinterher, so schnell, präzise und überfallartig trugen die Münchner ihre Angriffe vor. Serge Gnabry hatte Pech, dass sein Schuss geblockt wurde (7.), doch Benjamin Pavard fand mit noch mehr Mumm die Lücke: Im Anschluss an eine Ecke von Kimmich zog der Franzose unhaltbar zum 2:0 ab (11.). Viel stärker als in dieser fulminanten High-Speed-Anfangsphase hätten die Bayern kaum die Muskeln spielen lassen können. Sie führten den Frankfurtern eindrücklich vor, was ihnen alles noch fehlt, um den Münchnern auf Augenhöhe zu begegnen.

Lindström vergibt

Nur kurzfristig schöpften die Hessen Motivation aus einer Aktion in der 23. Minute, in der bereits das 3:0 für die Bayern in der Luft lag, Filip Kostic aber mit einem beherzten Sprint zurück Schlimmeres verhinderte. Der Serbe grätschte in letzter Sekunde Thomas Müller so in die Quere, dass er freistehend vor dem leeren Tor die Kugel nur an den rechten Pfosten schob. Hätte Jesper Lindström auf der Gegenseite mehr Nervenstärke bewiesen, wäre der Anschlusstreffer denkbar gewesen (28.).

So aber legten die Münchner nach: Liverpool-Neuzugang Sadio Mané baute auf Pass von Gnabry den Vorsprung weiter aus (29.), der durch seinen großen Aktionsradius herausragende Jamal Musiala (35.) und Gnabry (43.) beseitigten schon zur Pause jeden Zweifel, wer hier und heute mit den ersten drei Punkten belohnt werden würde.

Im Mittelfeld lief das Geschehen immer wieder an Sebastian Rode vorbei, der nicht in die Rolle des Abräumers vor der Abwehrkette fand. Der Eintracht-Kapitän wurde zur Pause ausgewechselt und musste für Kristijan Jakic weichen.

Während sich mit Christopher Lenz (für Lindström) und Randal Kolo Muani (für Rafael Borré) in den Katakomben zwei weitere Ersatzleute für den Einsatz bereit machten, stürmte ein Flitzer über das Feld. Nachdem er von Sicherheitskräften festgehalten worden war, eilten weitere Fans aus dem Frankfurter Fanblock auf den Rasen, und es gelang dem Festgesetzten, im allgemeinen Trubel zu entwischen.

Dass Muani noch ein Treffer gegen die Münchner gelang (64.), die früh in den Energiesparmodus schalten konnte, kann niemand bei der Eintracht vor der Erkenntnis bewahren: Es wartet noch viel Arbeit. Die Mannschaft war nicht in Ansätzen in der Lage, bei Finesse und Fitness mit dem alten und auch neuen Titelfavoriten mitzuhalten. Musiala krönte seine exquisite Vorstellung zudem noch mit dem 6:1 (83.).

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