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#„Es ist Wahnsinn. Die waren kurz vorm Kollabieren!“

„Es ist Wahnsinn. Die waren kurz vorm Kollabieren!“

Der frühere Bundesligaprofi Erwin Feuchtmann hat die Verpflichtung zum Tragen einer Maske im Handball scharf kritisiert und droht bei abermaligen Anordnungen mit Boykott. Der 30-jährige Chilene mit deutschen Wurzeln hatte am Wochenende mit seinem Team Ademar Leon mit Mund-Nasen-Schutz (MNS) zu einem Spiel in der ersten spanischen Liga antreten müssen – ein Novum im Handball.

„Es ist Wahnsinn. Manchen Spielern blieb dann irgendwann auch die Luft weg, denen wurde schlecht, die waren kurz vorm Kollabieren!“, berichtete Feuchtmann bei Sport1 und bezeichnete den Beschluss der stark von der Pandemie betroffenen Region Kastilien und Leon, wonach bei Kontaktsportarten ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen sei, als „eine der dümmsten Entscheidungen der Politik. Leute, die so etwas entscheiden, das derart an der Realität vorbeigeht, sind einfach nur Idioten.“

Feuchtmann, der in Deutschland für Lemgo und Gummersbach spielte, kündigte einen Boykott an, sollte seitens der Politik ein weiteres Spiel mit MNS-Pflicht angeordnet werden. „Wir werden das als Mannschaft kein zweites Mal mitmachen, wirklich nicht. Denn das alles macht keinen Sinn“, sagte Feuchtmann: „Dieser Beschluss geht an der Wirklichkeit vorbei und ist dumm. Wir beraten momentan innerhalb der Mannschaft. Aber klar ist: Das nehmen wir nicht hin! Vor einem Protest und Boykott schrecken wir jedenfalls nicht zurück, wir wehren uns.“

Auch Holger Glandorf hält Handballspiele mit einer Maske für ein Unding: „Ich kann mir gar nicht vorstellen, darunter Luft zu bekommen“, sagte der frühere Profi der SG Flensburg-Handewitt dem Norddeutschen Rundfunk.

In Deutschlands Profi-Spielklassen wird es eine derartige Maßnahme nicht geben. Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball Bundesliga (HBL), bezeichnete das Tragen eines MNS beim Handballspiel als „völlig absurd“ und „schlechten Witz“. So könne man keinen Profisport treiben, sagte Bohmann dem Sport-Informations-Dienst und versicherte: „Für uns ist diese Art des Handballspielens natürlich keine Option.“

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