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#Es passiert. Bringt’s euch in Sicherheit!

„Es passiert. Bringt’s euch in Sicherheit!“

Wir befinden uns im Jahr eins von Putins brutalem Eroberungskrieg. Der ganze Westen ist von der Furcht vor einem drohenden Energienotstand befallen. Der ganze Westen? Nein! Ein von unbeugsamen Käuzen bewohntes Land hört nicht auf, Widerstand zu leisten gegen teutonische Apokalyptik.

Aus Österreich nämlich erreicht uns just jetzt eine schräghumorige Miniserie über einen europaweiten Blackout samt anschließendem Zusammenbruch der Zivilisation, die bei aller Dramatik – das Bier wird warm, das Essen knapp, Medikamente fehlen, Wasserwerke funktionieren so wenig wie Tankstellen oder Gefängnistore, marodierende Banden ziehen übers Land – nur so strotzt vor greller Lebensfreude, fröhlicher Teambuilding-Energie und purem Gauditum. „Alles finster“ ist so etwas wie die optimistische österreichische Schmäh-Antwort auf die aufwendige deutsche Endzeitserie „8 Tage“ (2019), in der es realistischer, aber auch deutlich verzweifelter zugeht.

Die Welt geht unter, aber unser Dorf nicht

Die Welt mag untergehen, aber dieses sonnige Dorf, Kekenberg an der Della, erlebt seine besten Tage. Und das, obwohl es fast vollständig von sympathischen Knalltüten bewohnt zu werden scheint, alle tiefsitzenden Verletzungen nun auf den Tisch kommen und der Erzfeind, das nebenan gelegene, hinterhältige Muckenberg (Heimat einer Fleischerei und der freiwilligen Feuerwehr), alles unternimmt, um die kleinen Erfolge der Kekenberger im Hinblick aufs Überleben zunichtezumachen. Pikanterweise ist der große Stromausfall just während eines für Kekenberg ungünstig verlaufenen Altherren-Fußballmatches gegen die Muckenberger aufgetreten, und man darf darauf wetten, dass das unterbrochene Spiel noch auf eigene Weise zu Ende gebracht werden wird.

Auch der in Provinzkomödien erfahrene BR war beteiligt an dieser maßgeblich vom ORF initiierten und von der österreichischen Allegro Film produzierten Serie aus der Feder von Selina Gina Kolland. Der Regisseur Michael Riebl hat die Story in heimelig gemütliche, alles andere als finstere Bilder gesetzt, die dem durchaus glaubhaften katastrophischen Überbau aus eigener Kraft zu trotzen vermögen. Vom Kollaps der Infrastruktur und der Ordnung, laut Kolland Marc Elsbergs Thriller „Blackout“ abgeschaut, erfahren die Zuschauer wie die Figuren durch Radiodurchsagen, die dank Notstromaggregaten noch möglich sind. Die einzige Nebenhandlung in einem verschlafenen Militärstützpunkt, wo der seelisch bereits in Rente befindliche Major Pokorny (Wolf Bachofner) und die übereifrige Oberleutnant-Soldatin Lehner (Julia Edtmeier) die lokale Nothilfe zu organisieren versuchen, ist hingegen nicht gerade von bedrückendem Ernst geprägt.

Die Prepper haben vorgesorgt

Untergangsstimmung schwingt allein in den Befürchtungen der kürzlich mit ihrem integrationswilligen Mann (Michael Edlinger) von Wien nach Kekenberg gezogenen Ex-Fußballerin Laura (Miriam Fussenegger; die Salzburger „Buhlschaft“ von 2016) und in den düsteren Vorhersagen des Dorf-Faktotums Norbert (Christian Strasser) mit, aber Laura hat ohnehin unablässig Panikattacken (sie hat einmal einen entscheidenden Elfmeter vergeigt), und Norbert ist praktizierender Echsenmensch-Verschwörungstheoretiker: „Es passiert! Bringt’s euch in Sicherheit!“

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