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#Heute Abend bei Netflix: Der Sci-Fi-Film, von dem die NASA nicht will, dass ihr ihn seht

Es ist schon eine besondere Ehre, wenn sich die amerikanische Weltraum-Agentur NASA einschaltet, um deinen Film zu rügen. Sci-Fi-Katastrophen-Meister Roland Emmerich ist das passiert.

Wir schreiben das Jahr 2009. Zahlreiche Menschen fürchten den nahen Weltuntergang. Gemeint sind aber nicht die Figuren in Roland Emmerichs Katastrophenfilm 2012, der damals in den Kinos startete. Echte Einwohner der Vereinigten Staaten von Amerika meldeten sich wegen des Blockbusters besorgt bei den Behörden. Deswegen trat die amerikanische Raumfahrt-Agentur NASA auf den Plan, die sich normalerweise nicht mit Filmkritik beschäftigt.

Bei Netflix: Wie der Sci-Fi-Blockbuster die NASA auf die Palme brachte

In dem Film mit John Cusack und Amanda Peet wird das 2012-Phänomen aufgegriffen. Dabei handelt es sich um die auf einen Maya-Kalender zurückgehende Vorstellung, dass im Jahr 2012 ein über 5000 Jahre langer Zyklus zu Ende geht und das mit dem Untergang der Welt. In der Handlung von Roland Emmerichs Film passiert genau das.

Schon die Werbung für den Film brachte 2009 aber Menschen in Aufruhr, die sich besorgt an die NASA wandten. Es müssen einige gewesen sein, denn die Raumfahrt-Behörde sah sich veranlasst, eine eigene Website zu erstellen, die den irreführenden „wissenschaftlichen“ Erkenntnissen des 2012-Phänomens entgegentrat, welche unter anderem durch den Film popularisiert wurden. Das berichtete damals auch der Spiegel .

Kurz gesagt: Die NASA dementierte den nahenden Weltuntergang. So betonten die Wissenschaftler:innen, dass der im Film erwähnte Maya-Kalender nicht am 21. Dezember 2012 endet, sondern danach lediglich ein neuer Zyklus beginnt.

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2012 ist der „fehlerhafteste Science-Fiction-Blockbuster der jüngeren Vergangenheit“

Dabei blieb es aber nicht. Zwei Jahre später wurde Roland Emmerichs Film erneut von der Behörde kritisiert. Die NASA bezeichnete 2012 damals offiziell als den „absurdesten und wissenschaftlich fehlerhaftesten Science-Fiction-Blockbuster der jüngeren Vergangenheit“, wie Wired  meldete. Die Begründung für die öffentliche Filmkritik der NASA war auch hier die Gefahr, dass Filme wie 2012 oder Michael Bays Armageddon – Das jüngste Gericht Menschen unbegründet in Angst versetzen könnten. Ob diese Ansicht berechtigt ist, sei mal dahin gestellt.

Enden wir also mit dem beruhigenden Hinweis der Behörde auf der damaligen Aufklärungs-Homepage:

Im Jahr 2012 wird der Erde nichts Schlimmes zustoßen. Unser Planet kommt seit mehr als 4 Milliarden Jahren gut zurecht, und glaubwürdige Wissenschaftler auf der ganzen Welt wissen von keiner Bedrohung im Zusammenhang mit 2012.

2012 gehört derzeit zum Katalog von Netflix. In der Moviepilot-Community hat er eine schmale Durchschnitts-Wertung von 6,1 Punkten (bei über 35.000 Stimmen). Schaut ihn also auf eigene Gefahr.

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