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#Joe Biden ist nach der US-Wahl zuversichtlich, Trump klagt

Joe Biden ist nach der US-Wahl zuversichtlich, Trump klagt

Erst erklärte er sich zum Wahlsieger, dann schimpfte er angesichts sich verändernder Mehrheiten über Betrug und will klagen – und am Mittwochabend telefonierte Donald Trump unter den republikanischen Gouverneuren herum, um seiner Wut Luft zu machen. Ruhige Zuversicht sieht anders aus. Die zeigte dafür Joe Biden, als er zweimal in Delaware auftrat und erklärte, im Fall eines Wahlsieges wolle er der „Präsident aller Amerikaner“ sein. Im Kampf um die Präsidentschaft wird auch am dritten Tag Geduld angesagt sein. Viele Vorhersagen, die ein knappes Rennen in Battleground States prophezeit hatten, sind eingetreten – nur die Dauer der Auszählung und die damit verbundenen Emotionen konnte so niemand vorhersehen.

Biden lag am Mittwochabend vorn. Von den 270 Wahlleute-Stimmen, die erreicht werden müssen, schrieben ihm die amerikanischen Medien 253 zu, Trump 213. Der Vorsprung kam zustande, nachdem sich Biden in zwei Bundesstaaten der früheren so genannten „blauen Mauer“ hatte durchsetzen können, die Trump 2016 knapp gewonnen hatte. Wisconsin und Michigan fallen demnach an Biden, in Pennsylvania gibt es noch zu viele ungezählte Stimmen. Dass die Biden-Kampagne hoffnungsfroh ist, liegt am guten Abschneiden in Arizona und wahrscheinlich in Nevada. In all diesen Bundesstaaten würde der ehemalige Vizepräsident seinen Sieg den Menschen in urbanen Zentren wie Milwaukee, Detroit oder Phoenix, sowie umliegenden Vororten verdanken. In Georgia wiederum lag am Mittwochabend zwar Trump vorn, doch hunderttausende Briefwahlstimmen waren noch nicht ausgezählt – viele davon aus Atlanta.

Die Mehrheit der weißen Wähler steht in vielen Bundesstaaten indessen weiter zu Trump – der von vielen Beobachtern herbeigewünschte dramatische Sinneswandel weißer Frauen blieb ebenso aus wie ein Umschwung im Senat. Die Nachwahlbefragungen sind noch Momentaufnahmen – doch bislang zeichnet sich ab, dass Trump zumindest Teil der weißen Männer, die er 2016 begeistern konnte, verlor, und dafür Gewinne bei Latinos und in geringem Umfang bei schwarzen Männern machte. In Florida brachte ihm die Unterstützung der rechten Exilkubaner und -venezolaner wohl den Sieg. Wenn Joe Biden Präsident wird, dann dennoch, weil Schwarze und Latinos, in vielen Teilen des Landes auch linke Weiße, in Massen zu den Urnen gingen.

Keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten

Mit mehr als 71.500.000 Stimmen wird Biden nicht nur die Mehrheit der Stimmen gewinnen. Er wird dadurch auch den Rekord von Barack Obama übertreffen – bereits jetzt stimmten mehr Menschen für ihn als jemals für einen Präsidentschaftskandidaten. Einzelne Bundesstaaten hatten eine historische Wahlbeteiligung um 75 Prozent, Minnesota schien mit 81 Prozent der Rekordhalter zu sein. Nicht überall nützten die langen Menschenschlangen vor den Wahllokalen automatisch den Demokraten – aber wenn Joe Biden in bislang nicht ausgezählten städtisch geprägten Bezirken gut abschneidet, kann er Präsident werden.

Donald Trump am Mittwochmorgen in Washington.


Donald Trump am Mittwochmorgen in Washington.
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Bild: AP

Trump wiederum will das nicht zulassen. Er beauftragte seine Juristen mit einer Reihe von Klagen und wütete bei Twitter, nachdem er sich Dienstagnacht in einer kurzen Rede schon zum Sieger erklärt hatte. Seine Anwälte bereiten nun mehrere gerichtliche Eilanträge vor. In Michigan und Pennsylvania wolle man erreichen, dass die Auszählung gestoppt werde, bis es eine „bessere“ Aufsicht über die Wahl gebe. Die Behörden in den Bundesstaaten wiesen das zurück – schließlich gebe es keinerlei Hinweise auf Unregelmäßigkeiten. Abermals forderte die Trump-Kampagne auch den Supreme Court auf, in Pennsylvania zu intervenieren, wo die Richter zuvor die Fristen für die Briefwahl-Einsendung ausdrücklich hatten bestehen lassen.

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