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#Kabinett beschließt Testpflicht für ungeimpfte Reiserückkehrer

Kabinett beschließt Testpflicht für ungeimpfte Reiserückkehrer

Das Bundeskabinett hat am Freitag eine neue Corona-Einreiseverordnung beschlossen. Demnach müssen alle Personen, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen, nachweisen, dass sie nicht mit dem Virus infiziert oder anderweitig geschützt sind. Ein aktueller negativer Test sowie die Nachweise eines vollständigen Impfschutzes oder einer durchlittenen Infektion sind dabei gleichermaßen gültig. Die Anforderung, ein entsprechendes Dokument mitzuführen, gilt unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel.

Reiserückkehrer, die sich nicht an die neuen Corona-Regeln halten, müssen mit einer Geldbuße von bis zu 25000 Euro rechnen. Die Verordnung tritt an diesem Sonntag in Kraft. „Alle nicht geimpften Einreisenden nach Deutschland müssen sich künftig testen lassen – egal ob sie mit dem Flugzeug, Auto oder der Bahn kommen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag. „Damit reduzieren wir das Risiko, dass zusätzliche Infektionen eingetragen werden. Geimpfte und Genesene brauchen keinen Test.“

Zudem weist die Bundesregierung fortan nur noch zwei Arten von Risikogebieten aus, dies sind Hochrisiko- und Virusvariantengebiete. Ungeimpfte Rückkehrer aus Hochrisikogebieten müssen zehn Tage in Quarantäne, können sich aber nach fünf Tagen freitesten. Rückkehrer aus einem Virusvariantengebiet müssen sich zwei Wochen lang absondern.

Wegen der sinkenden Impfbereitschaft wollen die Bundesländer massenhaft ungenutzten Impfstoff an den Bund zurückgeben, bevor er verfällt. Das betrifft vor allem überzählige Einheiten des Impfstoffs von AstraZeneca. Nach Recherchen der F.A.Z. geht es um mindestens 822000 Dosen, die ins Ausland exportiert werden sollen. Die Gesundheitsministerien mehrerer Länder konnten am Freitag noch nicht sagen, wie viel Impfstoff sie zurückgeben. Die Zahl dürfte also noch steigen.

Unterdessen hat die Landesimpfkommission in Sachsen eine Corona-Impfung für Kinder ab zwölf Jahren empfohlen. In die neue Bewertung seien Daten aus den Vereinigten Staaten und Israel eingeflossen, schreibt die Kommission. Damit weicht Sachsen von der kritischen Haltung der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut ab.

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