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#Mit einer möglichen grünen Kanzlerin will es sich niemand verscherzen

Mit einer möglichen grünen Kanzlerin will es sich niemand verscherzen

Erst der Programmentwurf, dann die Personalie: Wie die Grünen am Montag die Frage nach der Kanzlerkandidatur beantwortet haben, ist nicht nur in der Partei selbst auf Wohlwollen gestoßen, sondern auch in der Wirtschaft. Vor allem das strukturierte Vorgehen und das Einhalten des selbstgesetzten Zeitplans wurden vielfach gelobt. Dass sich die einst so chaotischen Grünen heute als Meister des Projektmanagements präsentieren, ist schließlich keine Selbstverständlichkeit. Doch was Wirtschaftsvertreter dazu, dass nun Annalena Baerbock für die Partei um den Einzug ins Kanzleramt kämpft? Die kurze Antwort lautet: Erstaunlich viel Gutes.

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„Frau Baerbock hat die vergangenen Monate Vorbereitungszeit mit Bravour gemeistert“, sagt etwa Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands der Familienunternehmer, der sonst auch gerne mal austeilt, vor allem gegen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Dass Baerbock anders als ihr Ko-Vorsitzender Robert Habeck keinerlei Regierungserfahrung hat, hält der Unternehmer für kein Hindernis. Eine grüne Bundeskanzlerin herbeireden will er zwar nicht, aber der Gedanke erfüllt ihn auch nicht mit Sorge. „Sagen wir mal so: Es wäre zumindest mal etwas Neues.“ Wie viele Mitglieder seines Verbands der Partei ihre Stimme geben werden, vermag von Eben-Worlée nicht abzuschätzen. Nur so viel: „Es gibt viele Unternehmer, die grün wählen werden. Vielleicht weniger aus dem produzierenden Bereich – aber auch deren Kinder sympathisieren mit der Programmatik der Grünen.“ Union und FDP müssten sich anstrengen, so das Fazit des Unternehmers.

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Auch der frühere Siemens-Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser, ist voll des Lobes. „Die Grünen haben ein Beispiel dafür geliefert, wie man professionell einen Kandidaten findet, und das haben sie richtig gut gemacht.“ Kaeser gibt Annalena Baerbock im Gespräch mit der F.A.Z. viele Vorschusslorbeeren. Er gehe zwar nicht so weit, kein Fan von ihr zu sein. Aber: „Sie tritt mit einem fundamental neuen, sehr spannenden Anspruch einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft an, das ist interessant und dafür habe ich Sympathien.“ Weiter sagte Kaeser: „So einen starken Reformanspruch habe ich lange nicht mehr von der Politik gehört.“ Baerbock, mit der im vergangenen Jahr schon einmal auf dem Wirtschaftskongress der Grünen gemeinsam auf der Bühne stand, beschreibt er als „pragmatisch“ und „offen für Erneuerungen“. Sie sei „klar in der Sache und empathisch zugleich“. Eine Herausforderung sei, ob die Grünen ihren Anspruch einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft auch parteiintern durchsetzen könnten. Kaeser, heute Aufsichtsratschef des börsennotierten Unternehmens Siemens Energy, ist einer der wenigen deutschen Spitzenmanager, die sich zu politischen Themen äußern.

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Freundliche Worte und Warnungen aus der Wirtschaft

Auch aus den Reihen von Ökonomen gab es am Montag viele freundliche Worte, allerdings auch gepaart mit Warnungen, wie die Grünen im Fall der Fälle wohl regieren würden. „Die entscheidende Frage für die Zeit nach der Bundestagswahl bleibt, inwieweit die Grünen dann eher innerparteiliche Opportunitäten bedienen und der eigenen Kern-Klientel folgen oder die Gesellschaft als Ganzes in den Blick nehmen“, gab Michael Hüther, Leiter des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, auf dem Kurznachrichtendienst Twitter zu bedenken. „Meine Sorge hängt mehr mit den potentiellen Koalitionspartnern zusammen und weniger mit den Grünen selbst“, sagt auch der Familienunternehmer Reinhold von Eben-Worlée. „Konkret: Kommt die Union wieder in Tritt oder landen wir doch noch bei Grün-Rot-Rot?“ Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank, wies in diesem Zusammenhang auf ein Beispiel hin: „Grün-Rot-Rot könnte den Standort erheblich schwächen, wie das Beispiel des Berliner Mietendeckels gezeigt hat, der den Wohnungsmarkt in der Hauptstadt erheblich belastet hat.“

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