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#Neue Sender, mehr Frequenzen: So rasant baut O2 jetzt sein Mobilfunk-Netz aus

Neue Sender, mehr Frequenzen: So rasant baut O2 jetzt sein Mobilfunk-Netz aus

O2 gilt gemeinhin immer noch als der Netzbetreiber mit dem schlechtesten Netz. Dem will O2 nun entgegentreten und kündigt einen weiteren rasanten Netzausbau an. Auch neue Frequenzen sollen in Betrieb gehen.

O2 Logo an einem Shop mit Fahnen
Bildquelle: Comofoto / Adobe Stock

Im Highspeed-Netz 5G funken bei O2 mittlerweile nach Angabe des Netzbetreibers rund 1.300 5G-Antennen in rund 60 Städten. Damit habe O2 die Zahl der Städte mit 5G-Versorgung binnen weniger Wochen verdoppelt. Das Besondere dabei: Alle 5G-Antennen funken ausschließlich über die leistungsstarken 3,6 GHz-Frequenzen. Sie bieten mehr Frequenzspektrum als andere Frequenzen und können so höhere Datenraten bieten. Quasi im Vorbeigehen hat O2 auch einen technologischen Meilenstein erreicht: Der Anbieter hat sein neues 5G Standalone-Kernnetz in Betrieb genommen und stellt den 5G-Standard auf eigene Beine. Dieser Schritt ist notwendig, um die eigentlichen 5G-Funktionen, die weit mehr als nur schnelles Internet beinhalten, umzusetzen.

O2 nutzt weitere Frequenzen für 5G

Gestartet war O2 mit 5G als letzter der drei etablierten Netzbetreiber erst im Oktober des vergangenen Jahres. Binnen eines halben Jahres hat man nun geschafft, von damals fünf deutschen Städten auf insgesamt 60 Städte zu kommen – natürlich noch nicht flächendeckend. Doch auch in den bestehenden Städten wächst das Netz immer weiter. So funken bereits über 250 5G-Antennen auf 3,6 GHz in der Bundeshauptstadt Berlin, über 120 in Hamburg sowie jeweils über 100 in Köln, München und Stuttgart. Darüber hinaus hat O2 sein 5G-Netz in den vergangenen Wochen in zahlreichen weiteren Städten gestartet. Das betrifft unter anderem Augsburg und Ingolstadt (Bayern), Aachen, Gelsenkirchen und Schwerte (Nordrhein-Westfalen) sowie Sindelfingen, Affalterbach und Marbach am Neckar (Baden-Württemberg). Erste 5G-Sender funken auch in Wiesbaden (Hessen) und Mainz (Rheinland-Pfalz).

5.000 weitere 5G-Antennen im 3,6 GHz-Bereich sind in diesem Jahr noch geplant. Wie Telekom und Vodafone will O2 aber auch das DSS-Verfahren einsetzen. Hier werden bestehende LTE-Stationen umgerüstet. Auf den fraglichen Frequenzen funkt das Netz dann gleichzeitig LTE und 5G. Welcher Standard welche Kapazität zugewiesen bekommt, entscheidet das Netz in Sekundenbruchteilen. Je nach Anforderung der Endgeräte, die gerade auf einer Antenne eingebucht sind.

Tausende zusätzliche 5G-Antennen im O2 Netz

Im Jahresverlauf will O2 hier mehrere Tausend zusätzliche 5G-Antennen mit diesem Verfahren aktivieren. Dabei setzt O2 im eigenen Netz – wie auch Vodafone – unter anderem auf die 700-MHz-Frequenzen. Diese haben die Netzbetreiber schon vor Jahren ersteigert. Sie konnten sie aber lange nicht nutzen, da sie noch durch Fernsehsender belegt waren. Sie eignen sich vor allem, um ein Netz in der Fläche aufzubauen, da sie eine große Reichweite haben. Die Kapazität – also die maximale Datenrate – ist aber eklatant niedriger. Deswegen wird O2 hier auch ausschließlich 5G aktivieren. Im Bereich um 1800 MHz, hier dann wiederum mit DSS.

Übrigens: Ab Juni kannst du dir selbst ein Bild davon machen, wie gut oder schlecht das O2-Netz bei dir ist und ob du schon 5G nutzen kannst – natürlich vorausgesetzt du hast ein 5G-Handy. O2 wird im Juni eine komplett kostenlose 30-Tage-Testkarte anbieten, mit der du unlimitiert Daten per LTE und 5G übertragen und telefonieren kannst.

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  • O2-Logo an einem Shop: Comofoto / Adobe Stock

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