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#Neuer Anlauf für Waffenruhe in Nagornyj Karabach

Neuer Anlauf für Waffenruhe in Nagornyj Karabach

Im Konflikt um die Südkaukasus-Region Nagornyj Karabach haben sich Armenien und Aserbaidschan abermals auf eine „humanitäre Waffenruhe“ geeinigt. Dies teilte das amerikanische Außenministerium am Sonntag nach Gesprächen mit den Außenministern beider Länder am Vortag in Washington mit. Die Waffenruhe soll demnach ab Montag, 08.00 Uhr Ortszeit (05.00 Uhr MEZ) gelten. Zuvor waren bereits mehrere Waffenruhen gescheitert.

Der seit Jahrzehnten andauernde Konflikt war Ende September nach einer Phase relativer Ruhe wieder voll entbrannt. Seit Beginn der Gefechte wurden bereits hunderte Menschen getötet, darunter auch dutzende Zivilisten.

Angst vor einem Stellvertreterkrieg

Nagornyj Karabach hatte während des Zerfalls der Sowjetunion einseitig seine Unabhängigkeit erklärt. Darauf folgte in den 90er Jahren ein Krieg mit 30.000 Toten. Die selbsternannte Republik Nagornyj Karabach wird bis heute international nicht anerkannt und gilt völkerrechtlich als Teil Aserbaidschans. Sie wird aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt.

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Beobachter fürchten, dass sich der Konflikt zu einem Stellvertreterkrieg zwischen Russland und der Türkei im Kaukasus ausweiten könnte. Die Türkei unterstützt in dem Konflikt das Nachbarland Aserbaidschan. Russland unterhält gute Beziehungen zu beiden Seiten, gilt aber als die militärische Schutzmacht Armeniens.

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