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#Der Fall Rey Rivera – Klausis Krypto Kolumne

Der Fall Rey Rivera – Klausis Krypto Kolumne

Der US-Journalist Rey Rivera wurde 2006 tot aufgefunden. Er hinterließ (verschlüsselte?) Computerausdrucke. Was diese bedeuten, ist völlig unklar.

English translation (Beta)

Nachdem die maschinelle Übersetzung meines Artikels über die Lösung des zweiten Zodiac-Killer-Kryptogramms recht gut funktioniert hat, probiere ich es heute wieder auf Deutsch.

Der Fall des Zodiac-Killers zeigt, dass ungelöste Kriminalfälle, in denen eine ungelöste Verschlüsselung eine Rolle spielt, besonders spannend sind. Bei meinen Lesern sind solche Geschichten jedenfalls sehr beliebt.

Insgesamt sind mir – je nach Zählweise – knapp zehn ungelöste Verbrechen mit ungelöster Verschlüsselung bekannt. Neben dem Zodiac-Killler gehören auch die Debosnys-Kryptogramme, die verschlüsselten Notizen von Ricky McCormick, der Fall Paul Rubin, der YOGTZE-Fall, der Somerton-Mann, das Ohio-Kryptogramm und das Lelelele-Kryptogramm dazu. Auch den Fall Bruno Borges kann man in diese Rubrik einordnen. Das besonders knifflige Kryptogramm des Riverbank-Rippers war dagegen ein Aprilscherz.

 

Der Fall Rey Rivera

Google sei Dank  bin ich vor Kurzem auf eine weitere Geschichte gestoßen, die möglicherweise sowohl mit einem ungelösten Verbrechen als auch mit einer ungelöster Verschlüsselung aufwarten kann: der Tod des Wirtschaftsjournalisten und Videoproduzenten Rey Rivera (1973-2006).

Rivera lebte mit seiner Frau in Baltimore an der Ostküste der USA. Am 16. Mai 2006 erhielt er einen Anruf von einem Auftraggeber und verließ daraufhin sein Haus. Danach blieb er verschwunden. Da die Polizei nicht gleich von einem Verbrechen ausging, machten sich Freunde und Familienmitglieder auf die Suche nach Rivera.

Quelle/Source: Mystery on the Rooftop

Tatsächlich entdeckten Riveras Schwiegereltern nach einigen Tagen das Auto des Vermissten in der Innenstadt von Baltimore. Es war am Straßenrand geparkt, nur wenige Meter von der Einfahrt eines öffentlichen Parkhauses entfernt.

Quelle/Source: Wikimedia Commons

Riveras Angehörige durchsuchten nun auch das Parkhaus. Neben diesem befand sich das 80 Meter hohe Hotel Belvedere (im Bild zu sehen) inklusive einem deutlich niedrigeren Nebengebäude. In dessen Flachdach entdeckten Riveras Freunde vom Parkhaus aus ein Loch. Sie informierten die Polizei und tatsächlich: Unter dem Loch, in einem ungenutzten Seminarraum des Hotels, fand man Riveras Leiche. Die Polizei ging davon aus, dass Rivera vom Hauptgebäude des Hotels gesprungen war, um sich das Leben zu nehmen, und dabei das Dach durchschlagen hatte.

An dieser Erklärung bestehen jedoch bis heute Zweifel. So konnte nie geklärt werden, von wo Rivera überhaupt gesprungen ist. Wie man auf diesem Bild sieht, käme das flache Dach des Hotel-Hauptgebäudes infrage. Allerdings müsste Rivera, der Flipflops anhatte, reichlich Anlauf genommen haben, um die horizontale Strecke bis zum Einschlagspunkt zu überwinden.

Physikalisch wahrscheinlicher erscheint, dass Rivera von einem ein paar Stockwerke tiefer gelegenen Sims gesprungen ist. Allerdings ist dieser nur über die in diesem Stock gelegenen Privatwohnungen und -büros zu erreichen, zu denen Rivera keinen Zutritt hatte.

Ungewöhnlich ist außerdem, dass es keine Zeugen gibt, die den Dreiunddreißigjährigen vor oder während seiner vermeintlichen Suizidaktion gesehen haben.

Über den Fall Rivera gibt es ein 2018 erschienenes Buch: An Unexplained Death: A True Story of a Body at the Belvedere von Mikita Brottman.

Der Fall Rivera kam 2020 erneut in die Schlagzeilen, als die US-Fernsehserie Unsolved Mysteries (Netflix) in einer Folge darüber berichtete.

 

Die Rivera-Kryptogramme

Für diesen Blog ist besonders interessant, dass Rivera einen Computerausdruck hinterließ, dessen Bedeutung völlig unklar ist. Die drei Blätter sollen am Tag des Verschwindens ausgedruckt worden sein. Darauf finden sich die Namen von Hollywood-Promis, Filmtitel, Freimaurerzitate und einige andere Dinge. Leider sind nur zwei Fotos von diesem Ausdruck bekannt, die beide nicht befriedigend sind. Sie wurden in der besagten Netflix-Dokumentation gezeigt. Hier ist eines davon (leider unscharf und daher schwer zu lesen).

Quelle/Source: Mystery on the Rooftop

Das zweite Foto zeigt einen Ausschnitt aus dem ersten Blatt des Ausdrucks in Großaufnahme. Darauf finden sich vor allem Personennamen. Die Nachnamen sind leider geschwärzt:

Quelle/Source: Mystery on the Rooftop

Ein Artikel auf dem Portal Bustle stellt sieben mögliche Erklärungen für diesen dreiseitigen Text vor, die auf Reddit diskutiert wurden. Mir gefällt natürlich vor allem Hypothese Nummer 5, wonach es sich um eine verschlüsselte Botschaft handeln soll. Im Bustle-Artikel heißt es:

Redditor quartzlizard theorized that the entire note was actually written to spell out the world “HELP,” while others put forth the idea that it’s written in a code like Gematria. Vrontasaurus wasn’t convinced, however, writing in a Google Doc that there are too many meanings when you plug phrases into an online Gematria decoder like gematrix.org. “I’m not saying that Rey *didn’t* encode all or parts of the note in Gematria, but I think this is an unhelpful avenue to explore without having further information,” the user wrote in part.

Leider ist es mit den beiden vorliegenden Scans ziemlich schwierig, etwas über den Inhalt des Computerausdrucks und eine mögliche Verschlüsselung zu sagen. Weiß ein Leser mehr über dieses Kryptogramm? Gib es eine Transkription? Lässt sich mit den bisher bekannten Informationen etwas über den Inhalt sagen?

Further reading: Alessio Vinci’s death and the cryptogram he left behind

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