Untersuchung: Gremium zur Kapitol-Attacke lädt Demo-Organisatoren vor



Der Kongressausschuss zur Untersuchung der Kapitol-Attacke hat weitere Vorladungen verschickt – und dies mit einer klaren Botschaft: Wir erwarten, dass “die Zeugen uneingeschränkt kooperieren”.

Gut neun Monate nach der Attacke auf das US-Kapitol in Washington hat der Kongressausschuss zur Untersuchung des Angriffs weitere Organisatoren einer Kundgebung von jenem Tag vorgeladen.

Das Gremium des US-Repräsentantenhauses teilte mit, es seien Vorladungen an zwei Männer geschickt worden, die mit den Genehmigungsanträgen für die Kundgebung in Verbindung stünden. “Wir erwarten von diesen Zeugen, dass sie bei unserer Untersuchung uneingeschränkt kooperieren”, erklärte der Vorsitzende Bennie G. Thompson.

Zuletzt hatte der Ausschuss bereits mehrere Vorladungen an Personen geschickt, die an der Planung, Vorbereitung und Durchführung von Kundgebungen am 6. Januar beteiligt gewesen waren. Auch vier Vertraute von Ex-Präsident Donald Trump wurden vorgeladen: der ehemalige Berater Steve Bannon, der damalige Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, Trumps Social-Media-Chef Dan Scavino sowie ein ehemaliger Beamter des Verteidigungsministeriums.

Die “Washington Post” und “Politico” berichteten, dass ein Anwalt Trumps die vier Vertrauten angewiesen habe, nicht mit dem Ausschuss zu kooperieren und die angeforderten Dokumente nicht zur Verfügung zu stellen, weil diese vor der Offenlegung geschützt seien.

Der Ausschuss im US-Repräsentantenhaus soll die Hintergründe des Angriffs auf das Kapitol untersuchen. Anhänger Trumps hatten am 6. Januar den Sitz des US-Kongresses in Washington erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist.

© dpa-infocom, dpa:211008-99-521171/2 (dpa)

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