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#Was kommt nach dem 9-Euro-Ticket?

„Was kommt nach dem 9-Euro-Ticket?“

Auf mehreren kleinen Kundgebungen ist am Samstag für den Erhalt des 9-Euro-Tickets demonstriert worden. Am Nachmittag kamen unter anderem in Stuttgart Dutzende Menschen zusammen. Unter dem Motto „9-Euro-Ticket-Weiterfahren“ forderten sie eine Fortsetzung des Billig-Monatstickets. Die Proteste waren Teil eines bundesweiten Aktionstags. Organisiert wurde dieser von einem Bündnis mehrerer Umweltgruppen und Parteien. Dazu gehörten Fridays for Future, Naturschutzverbände wie Greenpeace und BUND sowie den Jugendorganisationen von Grünen, SPD und Linke. In Mainz kamen am Nachmittag etwa 150 Menschen zu einer Kundgebung zusammen. Auch in Hamburg wurde demonstriert.

Die Initiative „9-Euro-Ticket-Weiterfahren“ fordert neben dem dauerhaften Bestand der Ende August auslaufenden Regelung einen Ausbau von Bus und Bahn, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen des dortigen Personals sowie insgesamt ein Umschichten der bundesweiten Haushaltsmittel weg vom motorisierten Individualverkehr hin zum öffentlichen Verkehr.

„Das beste Ticket nützt nichts, wenn das Angebot nicht stimmt“

An diesem Samstag und Sonntag können Fahrgäste in Bussen und Bahnen zum letzten Mal Wochenendausflüge mit dem 9-Euro-Ticket machen. Vor allem an den Bahnhöfen in Frankfurt, Köln und Hamburg herrschte am Samstag nochmals großer Andrang. Mit dem Monat August endet die dreimonatige Rabattaktion für den Nahverkehr in Deutschland. Von Donnerstag an gelten wieder die üblichen Fahrpreise. Millionen Deutsche waren seit Anfang Juni mit dem 9-Euro-Ticket unterwegs. Die Monatskarte gilt bundesweit in Zügen und Bussen des Nahverkehrs. Auf vielen Ebenen laufen Diskussionen über Nachfolgeangebote, beschlossen ist aber noch nichts.

So schlug am Samstag unter anderem Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) eine Anschlusslösung vor. „Ein 31-Euro-Ticket für Bedürftige und ein 69-Euro-Ticket für alle anderen. Das würde ungefähr zwei Milliarden Euro kosten“, sagte er im Interview mit dem Hessischen Rundfunk. Die Bundesregierung müsse ihrer Verantwortung gerecht werden und mehr Mittel für den öffentlichen Personennahverkehr zu Verfügung stellen.

Ein letzter Wochenendausflug für neun Euro: Reisende warten am Hauptbahnhof in Hamburg auf ihren Zug.





Bilderstrecke



Demos und volle Züge
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Das letzte 9-Euro-Ticket-Wochenende

Angesichts von Verspätungen und Ausfällen vor allem bei der Bahn sagte Al-Wazir: „Das beste Ticket nützt nichts, wenn das Angebot nicht stimmt.“ Die Länder seien bereit, mit dem Bund zu verhandeln, wie das Angebot verbessert werden könnte. „Aber solange Christian Lindner (Bundesfinanzminister/FDP) sagt, er gibt keinen Euro weder für die Ausweitung des Angebots noch für ein Folgeangebot des Tickets, solange kann es keine Lösung geben.“

Auch Gewerkschaftsvertreter fordern eine Nachfolgeregelung. So machen sich die Landesverbände von Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB) und Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in Bayern für ein bundesweites 365-Euro-Ticket stark. Die dreimonatige Phase des 9-Euro-Tickets müsse evaluiert werden, sagte DGB-Bayern-Vorsitzender Bernhard Stiedl am Samstag. „Aber schon jetzt ist klar: Attraktive, unkomplizierte und kostengünstige ÖPNV-Angebote stoßen bei den Menschen auf große Zustimmung und sind ein wichtiger Faktor, um die Mobilitätswende gerade auch in Bayern entscheidend voranzubringen.“ Ein 365-Euro-Ticket ab 2023 wäre eine Lösung.

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