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#Wirbel nach Zweitliga-Partie: „Brutal unsportlich, darf so nicht passieren“

Beim Spiel in Düsseldorf wird Fußballprofi Ragnar Ache von einer Flasche am Kopf getroffen. Der Schiedsrichter entscheidet, die Partie dennoch fortzusetzen. Der 1. FC Kaiserslautern denkt über einen Protest nach.

Für Fortuna Düsseldorf wäre es der perfekte Fußball-Abend gewesen, hätte es den Flaschenwurf in der 32. Minute des Sieben-Tore-Spektakels beim 4:3 (1:3) gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht gegeben. Die Aufholjagd nach einem 0:3-Rückstand dürfte beim ersten Gratisspiel des mutigen Sponsorenprojekts neue Fans und potentielle neue Partner emotionalisiert haben. Doch wegen des unschönen Vorfalls nach dem dritten Gegentor drohen nun empfindliche Konsequenzen.

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Spieler und Verantwortliche der Fortuna verurteilten den Vorfall aufs Schärfste. „Erstmal ist es wichtig, dass ihm nicht mehr passiert ist“, sagte Düsseldorfs Sportvorstand Klaus Allofs, der von einer „völligen Unsinnigkeit dieser Handlung“ sprach, als er auf den Zwischenfall angesprochen wurde. „Da wird man wahrscheinlich über eine Strafe nachdenken müssen.“ Auch Fortunas Abwehrspieler Emmanuel Iyoha meinte: „So etwas geht gar nicht. Da wird es sicher jetzt auch Konsequenzen geben.

FCK-Stürmer Ragnar Ache, der später wegen einer Bänderverletzung ausgewechselt werden musste, war von einer Plastikflasche getroffen worden, konnte aber zunächst weiterspielen. Die Partie war anschließend für mehrere Minuten unterbrochen, ein Abbruch stand offenbar im Raum. Nach einer Diskussion mit den Beteiligten entschied Schiedsrichter Benjamin Brand, die Partie wieder anzupfeifen.

Anders als nach dem Bierbecherwurf im März 2018 beim VfL Bochum gegen Borussia Mönchengladbach auf den Linienrichter in einem Bundesligaspiel wurde die Partie also fortgesetzt. Damals war die Partie im Anschluss 2:0 für die Gladbacher gewertet worden. Offen ist nun, ob Kaiserslautern Protest gegen die Wertung des Spiels einlegen wird. „Wir müssen uns beraten“, sagte Geschäftsführer Thomas Hengen nach dem 3:4 (3:1) bei Sport1 und ergänzte: „Das darf so in der Form nicht passieren. Das war brutal unsportlich, so kenne ich die Fortuna-Fans eigentlich nicht.“

Kaiserslauterns Trainer Dirk Schuster ließ aber durchblicken, dass er die Leistung der Fortuna anerkenne: „Tatsache ist, dass wir auf dem Platz sportlich verloren haben. Alles andere müssen andere Personen klären.“

Für die Fortuna war es ansonsten die perfekte Dramaturgie im ersten Gratisspiel des Projekts „Fortuna für alle“. Über fünf Jahre soll der Zweitligaverein rund 40 Millionen Euro erhalten, um pro Saison drei Heimspiele auszutragen, in denen dem Publikum freier Eintritt gewährt wird. Ziel ist es, dafür den Sponsorenpool zu erweitern und mehr Freispiele anbieten zu können. Organisatorisch schien die Premiere des mutigen Projekts ein Erfolg gewesen zu sein.

52.000 Zuschauer im voll besetzten Stadion sahen das Spiel. „Das ist ein Abend für die Geschichtsbücher“, befand Fortuna-Keeper und Kapitän Florian Kastenmeier. „Lob an alle, dass auch alle wirklich gekommen sind und die Bude voll gemacht haben. Und ein geiles Gefühl auf den Platz übertragen haben. Das ist ein geiler Abend heute.“ Wenn da die Sache mit dem möglichen Protest Kaiserslauterns nicht wäre.

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