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#Zum Tod von Königin Elisabeth II. und der Rolle der Monarchie

„Zum Tod von Königin Elisabeth II. und der Rolle der Monarchie“

Ist es der richtige Zeitpunkt, um über die Monarchie zu sprechen? Königin Elisabeth ist gestorben, und alle sind in Trauer. Sie war siebzig Jahre lang ganz in der Rolle des Staatsoberhauptes aufgegangen, ohne eine einzige Position, eine politische Ansicht oder auch nur eine Stellungnahme. Sie repräsentierte, auch wenn es nicht einfach zu sagen ist, was genau sie denn repräsentierte. Kann die Einheit eines Staates denn von einer Person abhängen? Die Königin mischte sich nicht ein, sie sagte nicht viel, zeigte nur sehr punktuell ihren Widerwillen gegen etwas oder jemanden, etwa gegen Ceauşescu, Ronald Reagan oder Margaret Thatchers Politik.

Von den zwei Körpern des Königs hatte sie zumeist nur einen, denjenigen, der die Staatsform vertrat. Immer, wenn der Blick auf sie privat und familiär wurde, befand sich die Monarchie in einer Krise, am heftigsten in den Tagen von Lady Di und ihrem Tod, zuletzt in den Auseinandersetzungen um die amerikanische Schauspielerin Meghan Markle, die ihr Enkel geheiratet hat. All das und Boris Johnson stand sie durch, weswegen sie zum Symbol der Fähigkeit wurde, mit den sinnlosesten Ereignissen und den zumutungsreichsten Personen sowie mit ihrer Verwandtschaft in der Überzeugung zu leben, sie alle und der Unfug, den sie anrichteten, könnten Großbritannien letztlich nichts anhaben. Ist das die Funktion der Monarchie, die sie und nur sie erfüllte?

Hat die Monarchie noch eine andere Aufgabe als die fast tatenlose Bereitschaft, alles zu überstehen? Natürlich werden ihre Freunde noch die kleinste Geste der Königin mit historischer Bedeutung aufladen und behaupten, von ihr seien außerordentliche Wirkungen ausgegangen. Manche, hat ein deutscher Dichter geschrieben, zahlen mit dem, was sie tun, andere mit dem, was sie sind. Man sehe uns die unhöfliche Weigerung nach, aufgrund solch eines Spruchs in die Knie zu gehen. Man sehe uns, mit anderen Worten, den republikanischen Affekt nach, in der Existenz von Monarchien ein starkes Moment von Unfreiheit einer Nation zu erkennen. Jemand ist das Oberhaupt eines Staates allein aufgrund der Tatsache, dass auch ein Elternteil Staatsoberhaupt war.

Die Leistungen bestehen vor allem in Anwesenheit, bei Schiffstaufen, der Einweihung zweiter Bauabschnitte von Krankenhäusern und ab und zu im Parlament, um die Regierungserklärung vorzulesen. Elisabeth II. hat das alles vorbildlich gemacht, es gibt wenig Einwände gegen ihre Person, wenn wir von der erheblichen Kälte absehen, die sie gegen die Frau ihres Sohnes bewies. Doch rechtfertigt das die Existenz der Monarchie und des ganzen Zinnobers, der um sie gemacht wird? Damit wir uns nicht missverstehen: Eine noble Frau ist gestorben. Die Trauer darüber verschafft der Institution, die sie repräsentierte, keinen Glanz.

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