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In Reacher Staffel 3 fehlt eine tragische Figur aus der Buchvorlage komplett – der Serien-Ersatz ist viel besser

Die Reacher-Macher haben in Staffel 3 eine Figur ausgelassen, die in der Buchvorlage von Lee Child eine wichtige Rolle spielt. Es war eine gute Entscheidung.

Reacher steht auf eigenen Füßen. Die Romanvorlagen von Lee Child mögen großartig sein, aber sie allein machen die Amazon-Serie nicht erfolgreich: Der Siegeszug des Streaming-Hits ist ebenso Alan Ritchson, Showrunner Nick Santora und dem Autorenstab zu verdanken. So schmerzt es etwa nicht, dass eine tragische Figur aus der Buchvorlage Der Janusmann in Staffel 3 fehlt: Die Serie hat den perfekten Ersatz für Elisabeth Beck.

Welche Reacher-Figur fehlt in Staffel 3?

Elizabeth Beck ist in Childs Vorlage die Ehefrau des zwielichtigen Geschäftsmannes Zachary Beck (in der Serie gespielt von Anthony Michael Hall) und die Mutter von dessen Sohn Richard (Johnny Berchtold). Genau wie die anderen beiden Figuren ist sie in ihrem eigenen Haus gefangen, da der psychopathische Quinn (Brian Tee) die Geschäfte ihres Mannes an sich gerissen hat.

Wie Collider  erklärt, übernimmt Elizabeth im Roman viele Funktionen, die ihr Sohn Richard in der Serie erfüllt: Sie enthüllt Reachers verdeckte Mission, sie bittet ihn um Rettung aus ihrer Gefangenschaft. Im Buch wurde sie vom grausamen Bodyguard Paulie (Olivier Richters) misshandelt. Die gelegentlichen Ausflüge in die Stadt tritt Reacher in der Vorlage mit Elizabeth an, nicht mit ihrem Sohn.

Die Amazon-Serie ist ohne Elizabeth Beck besser dran

Manche Fans werden sich womöglich über die Beschneidung der Vorlage ärgern. Aber viele werden auch den Vorteil darin sehen, die Figur wegzulassen: Ohne drittes Rad am Wagen können sich Zachary und Richard Beck in kürzerer Zeit viel spannender entfalten. Geschäftsmann Beck ist in der Serie eine weit tragischere Figur, weil er ein hilfloser Vater, aber kein schlechter Ehemann ist. Der Tod von Elizabeth Beck, unter dem in der Serie Vater wie Sohn leiden, entzweit sie, kann sie am Ende aber doch zusammenschweißen.

Auch die Beziehung Reachers zu Richard und seinem Vater wird ohne eine dritte Figur deutlich stärker. Reachers Vorbildfunktion für den Sohn hat deutlich mehr Potenzial zu wachsen. Und seine unnachgiebige Position gegenüber dem Vater ist umso bedeutsamer, wenn es sich um einen alleinerziehenden, trauernden Mann handelt, der nichtsdestotrotz Verbrechen begeht.

Im Übrigen beweist das Fehlen der Figur, wie wichtig den Produzenten ein funktionierender Serien-Zuschnitt für die Reacher-Story ist. Andere Serien sind an einem zu großen Figureninventar gescheitert, das die Macher:innen gedankenlos aus der Vorlage verpflanzt hatten.

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