#1000 Kilometer durch die Wüste in Namibia

1000 Kilometer durch die Wüste in Namibia

Herr Fuchsgruber, Frau Schönenborn, inmitten der Corona-Pandemie sind Sie rund 1000 Kilometer durch die Wüste Namibias gelaufen. Kann man vor einer Pandemie davonlaufen?

Rafael Fuchsgruber: Nein, das nicht. Aber man kann für sich das Beste auch aus so einer Situation machen. Und tatsächlich war eine Krise der Impuls für dieses 1000-Kilometer-Abenteuer, und Corona war dabei nur ein Faktor.

Was kam alles zusammen?

Rafael Fuchsgruber: Ein Bandscheibenvorfall zu Beginn des vergangenen Jahres, dann der erste Lockdown. Ich bin Inhaber einer Konzertagentur, und von einem auf den anderen Tag hatte ich meine Arbeit verloren. Im April brach meine Hüfte – Ermüdungsbruch, und am 1. Mai ist meine Mutter gestorben. Innerhalb von vier Monaten habe ich eine derartige Ladung vom Leben abbekommen, dass ich durch ein Tal der Depression gegangen bin. Mit einem Wohnmobil bin ich danach nach Frankreich gefahren, ganz allein, weil ich früher mit meinen Eltern dort oft im Urlaub war. Das war ein Teil meiner Verarbeitung, aber mir war auch klar: Ich brauche ein neues Ziel, um über diese Krise hinwegzukommen: 1000 Kilometer durch die Wüste, das passte. Auch weil Tanja und ich 2021 zusammen 100 Jahre alt werden sollten.

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