
In der gefeierten Serie „Game of Thrones“ spielte Jack Gleeson die Rolle des Joffrey Baratheon, einen der meistgehassten und gleichzeitig faszinierendsten Charaktere der Serie. Seitdem ist es ruhig um den irischen Schauspieler geworden. Wir nehmen seine Karriere und seinen optischen Wandel genauer unter die Lupe.
Jack Gleeson wurde 1992 in Irland geboren und entdeckte bereits mit 8 Jahren seine Liebe für das Theaterspiel. Im Kindesalter stand er auch zum ersten Mal in Nebenrollen vor der Kamera, unter anderem in „Batman Begins„, an der Seite von Katie Holmes und Christian Bale. Seine erste Hauptrolle hatte der Nachwuchsschauspieler im irischen Familiendrama „A Shine of Rainbows“.
Mit 19 Jahren bedeutete die Rolle des Joffrey Baratheon in „Game of Thrones“ schließlich den Durchbruch für den irischen Schauspieler. Als unberechenbarer, grausamer König und jüngster Sohn von Cersei Lannister (Lena Headey) gilt er als Meister der Intrigen und Schlüsselfigur in den frühen Staffeln der Serie.
Trotz des weltweiten Ruhms, den ihm „Game of Thrones“ brachte, entschied Jack Gleeson nach seinem Ende in der Serie 2014, sich bewusst aus dem Rampenlicht zurückzuziehen. In einem Interview mit Entertainment Weekly verriet er, dass das Schauspielern immer ein Hobby für ihn war. Mit der Aussicht, seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen, schwand auch der Spaß an der Sache, weshalb der Schauspieler vorerst ein Leben abseits der Kameras wählte.
Nach dem internationalen Serien-Erfolg hat Gleeson 2015 einen Abschluss in Philosophie und Theologie in Dublin gemacht, doch die Liebe zum Schauspiel blieb ihm erhalten. Während des Studiums spielte er Theater und lernte seine zukünftigen Mitbegründer der Theatergruppe, „Collapsing Horse Theatre Company“, kennen. Bis 2019 war er hier aktives Mitglied und wirkte in einigen Theaterproduktionen vor und hinter der Bühne mit.
Die Rolle des Joffrey Baratheon ist nach wie vor eine der bekanntesten und am meisten zitierten Charaktere aus „Game of Thrones“. Auch Jahre nach dem Ende der Serie bleibt Joffrey in der Popkultur präsent, vor allem als Inbegriff eines Tyrannen in der TV-Geschichte. Jack Gleeson nannte Joaquin Phoenix‘ Darstellung des Commodus in Gladiator als wichtigen Einfluss für seine Darstellung.
Mit seinem natürlichen dunklen Haaren, einem zurückhaltenden Stil und dem markanten Bart wirkt der einstige König von Westeros mittlerweile wie ein ganz anderer Mensch, was zu seinem Wunsch nach einem ruhigen Leben passt. Seine Berühmtheit nutzt der Schauspieler bisweilen noch, um politischen Angelegenheiten mehr Gewicht zu verleihen, so unterstützte er eine irische Kampagne zur Legalisierung von Abtreibungen und versteigerte 2023 in Kiew eine Statue von König Joffrey Baratheon, um während des russischen Angriffskriegs Geld für das ukrainische Militär zu sammeln.
Gleesons Abschied aus der Schauspielwelt scheint kein endgültiger Entschluss gewesen sein. So wagte er sich, neben seinem Mitwirken an unabhängigen Theaterproduktionen, 2020 mit einer Rolle in der BBC-Miniserie „Out of Her Mind“ erstmalig auch wieder vor die Kamera. Es folgten Gastauftritte und Nebenrollen in bekannten Produktionen, wie etwa „Sex Eduaction“ und der zweiten Staffel der DC-Serie „The Sandman„. 2023 spielt er außerdem im irischen Thriller „In the Land of Saints and Sinners“ an der Seite von Liam Neeson in einer Hauptrolle mit. Fans können also nur hoffen, dass der talentierte Schauspieler auch weiterhin in kommenden Projekten auftaucht.
Dass Schauspieler*innen ausgetauscht werden, ist keine Seltenheit und auch bei „Game of Thrones“ vorgekommen. Diese Stars hat es in der Vergangenheit schon erwischt.
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