Inhaltsverzeichnis

Ihr Ehrgeiz und ihre bissige Art machten die „Der Teufel trägt Prada“-Rolle Emily zur Ikone, ließen sie aber nicht gerade sympathisch wirken – sehr zum Leidwesen der wahren Emily.
redaktionelle Arbeit unterstützt. Der Preis für dich bleibt dabei
unverändert. Diese Affiliate-Links sind durch ein Symbol
gekennzeichnet. Mehr erfahren.
Sowohl in „Der Teufel trägt Prada“ als auch in der lang ersehnten Fortsetzung, die ihr euch seit dem 30. April im Kino ansehen könnt, polarisiert die Rolle der Emily. Denn einerseits bedient sie das Klischee der zielstrebigen Karrierefrau, sorgt andererseits aber mit ihrer bissigen und ehrgeizigen Art für zahlreiche Schmunzler und Lacher.
Wie auch Miranda Priestly basiert ihr Charakter tatsächlich auf einer Person, der Lauren Weisberger, die die Romanvorlage für den Kultfilm geschrieben hat, während ihrer Zeit bei der Vogue begegnet war. Doch wer die Vorlage für Emily ist, war lange Zeit ein großes Geheimnis – bis jetzt. Denn endlich gab sie sich zu erkennen und spricht über ihre Sicht der Dinge.
Die erste Romanversion entsetzte Leslie Fremar
Über 20 Jahre lang hielt sie dieses kleine Geheimnis zurück: Leslie Fremar, die inzwischen als Stylistin für namhafte Promis wie Charlize Theron arbeitet, machte kürzlich im Vogue-Podcast „The Run-Through“ öffentlich, dass sie die echte Emily ist. Denn schließlich war sie es gewesen, die einst Lauren Weisberger als zweite Assistentin bei Vogue angestellt und rund acht Monate lang mit ihr zusammengearbeitet hatte.
Aktuell läuft die Fortsetzung „Der Teufel trägt Prada 2“ in den Kinos. Ob sich der Besuch im Lichtspielhaus lohnt, erfahrt ihr in unserem Video:
Doch wirklich erfreulich war die Nachricht, dass sie in dem Buch von Lauren Weisberger ebenfalls eine tragende Rolle spielt, anfangs nicht. Bereits Anna Wintour habe damals betont, dass Fremar deutlich schlechter in dem Roman dargestellt werde als die Vogue-Chefin:
„Nun, sie hat ein Buch über uns geschrieben, und du bist schlimmer als ich.“
Für viele mag das eine Aussage sein, über die sich streiten lässt. Das hat jedoch einen Grund. Denn wie Fremar betont, sei das Buch nach dem ersten Korrekturlesen abgemildert worden – die erste Version habe sich demnach für sie wie eine Art Betrug angefühlt:
„Sie [Anna Wintour] meinte, sie habe die Vorabversion erhalten […] und sie hat es mich lesen lassen. Und diese Vorabversion war tatsächlich ziemlich gemein, und ich glaube, offensichtlich hat ein Redakteur im Nachgang Hand angelegt und es deutlich abgeschwächt. […] Ich erinnere mich, dass ich es ziemlich düster fand, und das empfand ich als ziemlich verletzend. Was veröffentlicht wurde, ist eine leichtere, nettere Version von dem, was sie eigentlich geschrieben hat.“
War sie wirklich so fies? Leslie Fremar spricht Klartext
Nach der ersten Aufregung über das Buch hegt Leslie Fremar aber inzwischen keinen Groll mehr auf Lauren Weisberger – auch wenn sie überzeugt ist, dass ein Aufeinandertreffen nach über 20 Jahren wegen des Buches sicher unangenehm wäre. Zudem gab die Stylistin im Podcast zu: Sie war tatsächlich nicht immer sehr nett während ihrer Zeit bei Anna Wintour und Vogue:
„Ich glaube, diese Vorstellung, dass die Figur Emily nicht sehr angenehm oder nett ist oder nervös wirkt, rührt daher, dass ich wahrscheinlich selbst nicht sehr nett war. Und ich war wahrscheinlich nervös, weil ich das Gefühl hatte, auch noch ihren Job machen zu müssen. Für mich war das also wirklich frustrierend.“
Leslie Fremar betont, dass sie das Gefühl hatte, Lauren Weisberger habe den Job bei dem Modemagazin einfach nicht ernst genug genommen, was letztlich auch zu Spannungen und bissigen Kommentaren ihrerseits geführt habe. Apropos bissige Kommentare – eines von Emilys Zitaten aus dem ersten Film ist bis heute legendär. Und sei tatsächlich auch in der Realität so gefallen:
„Ich habe ihr auf jeden Fall gesagt, dass eine Millionen Mädchen für diesen Job töten würden. Das war definitiv mein Zitat, weil ich das damals wirklich geglaubt habe und ich wusste, dass sie nicht wirklich dort sein wollte.“
Zwischen Fiktion und Realität
Das Zitat ist jedoch nicht das einzige, was auf der Realität beruht. Auch wenn Lauren Weisbergers Roman und der Film zum Teil fiktiv sind, so haben sich manche Szenen tatsächlich in der Vergangenheit zugetragen.
So sei auch bei Vogue damals Panik aufgekommen, als Chefin Anna Wintour das Büro betrat und auch habe Leslie Fremar Wechselschuhe unter ihrem Schreibtisch parat gehabt: Ein Paar Birkenstocks und High Heels für die Zeit, in der sie Anna Wintour unter die Augen treten musste.
Nach Paris gereist sei sie jedoch nie – auch Lauren Weisberger oder andere Assistentinnen nicht. Denn die Vogue-Chefin sei damals nie mit Assistentinnen verreist. Andys Entwicklung zum „Superstar“, wie Leslie Fremar es nannte, sei somit reine Fiktion gewesen, die für die nötige Unterhaltung sorgt.
Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, vergessen Sie nicht, ihn mit Ihren Freunden zu teilen. Folgen Sie uns auch in Google News, klicken Sie auf den Stern und wählen Sie uns aus Ihren Favoriten aus.
Wenn Sie weitere Nachrichten lesen möchten, können Sie unsere Sozialen Medien kategorie besuchen.