Eine neue ZDF-Dokumentation beleuchtet, warum junge Männer im Internet nach Orientierung suchen und dabei häufig auf problematische Rollenbilder stoßen.
Mit Alpha Wann ist ein Mann ein Mann? widmet sich die ZDF-Reihe «37°» am Dienstag, 18. August, um 22.15 Uhr den Männlichkeitsbildern in sozialen Netzwerken. Der Film von Valerie von Boehn steht bereits am Morgen des Ausstrahlungstages ab 5.00 Uhr im Streamingangebot des Senders bereit.
Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen drei Männer mit unterschiedlichen Lebenswegen. Dating-Coach Hendrik vermittelt über soziale Medien seine Vorstellungen von Männlichkeit und Beziehungen, während Rapper Ego Themen wie Stärke, Status und Selbstbild in seiner Musik verarbeitet und zugleich seine Verantwortung als Vorbild reflektiert. Ergänzt werden diese Perspektiven durch die Geschichte eines anonymen Aussteigers aus der sogenannten Red-Pill-Szene, der schildert, wie er nach einer persönlichen Krise in antifeministische Online-Communities geriet und sich später wieder davon lösen konnte.
Die Dokumentation untersucht außerdem, welche Rolle soziale Medien bei der Verbreitung solcher Inhalte spielen. Sie zeigt, wie Algorithmen bestimmte Botschaften verstärken, traditionelle Rollenbilder vermarktet werden und insbesondere junge Männer in Phasen der Unsicherheit für entsprechende Angebote empfänglich sind. Eingeordnet werden die Entwicklungen vom Journalisten und Autor Tobias Ginsburg, der seit Jahren zu digitalen Männerwelten und antifeministischen Milieus recherchiert. Er erläutert, wie persönliche Krisen, wirtschaftliche Interessen und die Mechanismen sozialer Netzwerke zusammenwirken.
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