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#5:2-Sieg in Heidenheim: Augsburg beeindruckt mit dem neuen Trainer

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Nach dem Trainerwechsel von Enrico Maaßen zu Jess Thorup erlebt der FC Augsburg in Heidenheim zunächst einen Fehlstart. Doch dann dreht das Team auf – und gewinnt am Ende deutlich.

Cheftrainer Jess Thorup hat direkt bei seinem Debüt für eine Bundesliga-Premiere beim FC Augsburg gesorgt. Erstmals in ihrer Liga-Historie drehten die bayerischen Schwaben am Sonntag beim 5:2 (3:2) gegen den 1. FC Heidenheim einen Zwei-Tore-Rückstand. „Was könnte ich mir mehr wünschen als einen Auswärtssieg?“, sagte der 53-Jährige am Sonntagabend nach dem umjubelten Erfolg. Zuvor hatte Augsburg seit über einem Jahr kein Spiel der Fußball-Bundesliga in der Fremde mehr für sich entschieden.

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„Jeder weiß, was wir gerade für eine Stimmung haben. Der Trainer hat gesagt, wir haben etwas Historisches geschafft“, berichtete Stürmer Phillip Tietz von der Kabinenansprache des Dänen. Thorup hatte nach Abpfiff alle Profis versammelt und zunächst zur Mannschaft gesprochen, bevor er die Interviews abarbeitete. Erst vor einer Woche hatten die Augsburger die Verpflichtung des Trainers als Nachfolger von Enrico Maaßen bekannt gegeben.

„Das ist der richtige Weg, den wir eingeschlagen haben“, sagte Tietz über die ersten Veränderungen, die sich unter Thorup ergeben haben. Der Trainer, der zuvor auch den FC Kopenhagen trainiert hatte, sagte: „Nach dem 2:0 habe ich gedacht: Was ist hier los? Ich habe aber versucht, ruhig zu bleiben.“ Nach der Pause habe man sich nicht mit der knappen Führung zufriedengeben wollen, sondern das vierte oder fünfte Tor machen wollen. Er sei „natürlich sehr zufrieden“, betonte Thorup.

16 Jahre gegen sieben Tage

Stürmer Phillip Tietz (29. Minute), Mads Pedersen (41.), Torgarant Ermedin Demirovic (42.), Felix Uduokhai (64.) und Elvis Rexhbecaj (88.) per Handelfmeter trafen für den FCA. Liga-Neuling Heidenheim war nach zwei frühen Toren durch Tim Kleindienst (17.) und Jan-Niklas Beste (18.) auf Kurs, den dritten Heimsieg in Serie zu bejubeln. Doch dann erlaubten sich die Gastgeber vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena deutlich zu viele Fehler. In der Tabelle zog Augsburg an Heidenheim vorbei und steht nun auf Platz zehn.

Bei der Begegnung zwischen dem dienstältesten Liga-Trainer Frank Schmidt (über 16 Jahre im Amt) und dem Neuling Thorup (sieben Tage dabei) lag der Fokus eindeutig auf dem Dänen. Thorup stand im feinen Anzug an der Seitenlinie und musste direkt beobachten, wie schwierig es mit den selbst ausgerufenen „hohen Ambitionen“ werden könnte. Sein Team, das er beim Debüt auf vier Positionen veränderte, leistete sich in der Anfangsphase einen kollektiven Tiefschlaf von 93 Sekunden, der schwer bestraft wurde.

„Was könnte ich mir mehr wünschen als einen Auswärtssieg?“: Jess Thorup


„Was könnte ich mir mehr wünschen als einen Auswärtssieg?“: Jess Thorup
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Bild: dpa

Zunächst trat Standardspezialist Beste eine Ecke in die Mitte, die Adrian Beck auf Kleindienst querlegte. Der Jubel der Gastgeber war nach dem 1:0 kaum verklungen, da sah die Augsburger Abwehr schon wieder schlecht aus: Kleindienst machte den Ball in der Mitte fest, auf rechts war Omar Traoré schneller als alle seine Gegenspieler und in der Mitte schaltete Beste schneller als die Augsburger Verteidiger. Thorup drohte ein sportliches Debakel zum Start.

Doch Heidenheim erging es wieder so wie bei der Heimpremiere gegen Hoffenheim. Das Schmidt-Team ging mit einer 2:0-Führung zu fahrlässig um und erlaubte sich immer mehr Nachlässigkeiten. Beim ersten Gegentor stand Tietz nach einer Ecke völlig frei, sein wuchtiger Abschluss per Volleyschuss wurde von Kapitän Patrick Mainka unhaltbar abgefälscht. Von diesem Moment an kippte die Partie immer mehr in die Richtung der Gäste. Es war das erste Augsburger Tor seit über zwei Monaten, an dem Kapitän Demirovic nicht direkt beteiligt war.

Dieser wurde aber noch vor der Halbzeit wichtig. Erst zirkelte Außenverteidiger Pedersen sehenswert per Außenrist ins rechte obere Toreck zum 2:2 – dann schlug die Stunde von Demirovic, der vor dem Heidenheim-Spiel bei den vergangenen sechs Treffern Torschütze oder Vorbereiter war. Eine scharfe Hereingabe von Frederik Jensen grätschte Demirovic am zweiten Posten über die Linie und erzielte so sein fünftes Saisontor.

Demonstrativ ließ sich der glückliche Stürmer mit seinen Kollegen vor der Kurve der Gastgeber feiern – ihm schlug die Wut einiger Fans entgegen. Nach dem Wechsel verlor die Partie deutlich an Fahrt. Augsburgs Fans zündeten mehr und mehr Pyrotechnik, der vierte Treffer von Abwehrspieler Uduokhai – abermals nach einer Ecke – sorgte für die Entscheidung, ehe Rexhbecaj per Elfmeter den Schlusspunkt setzte.

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