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#Alphabet-Zahlen: Werbung läuft gut, aber Cloud-Sparte enttäuscht

Die Rückkehr zu zweistelligem Wachstum aufgrund des starken Werbegeschäfts und fast 20 Mrd. Dollar Gewinn reichten der Börse nicht. Die Aktie gab nach.

„Ich hatte das Gefühl, mit einem aufgemotzten Honda Civic ins Rennen gegen sehr viel stärkere Autos zu gehen“, räumte Alphabet-Chef Sundar Pichai im März ein. Damals schien Googles KI den Konkurrenten OpenAI und Microsoft hoffnungslos unterlegen zu sein, der große Angriff auf Googles lukratives Suchmaschinengeschäft nur eine Frage der Zeit und Pichais Tage als Vorstandschef gezählt. Auch Microsoft-CEO Satya Nadella war sich seiner Sache wohl ziemlich sicher, als er ankündigte, Google „zum Tanzen bringen“ zu wollen. Passiert ist seitdem viel, aber getanzt wird in Mountain View nicht: Im Gegenteil: Das Suchmaschinengeschäft des Marktführers steht besser da denn je. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz in der wichtigsten Sparte des Konzerns auf 44 Milliarden Dollar, elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Trotz der schwachen Konjunktur in einigen Kernmärkten und einer wachsenden Konkurrenz durch TikTok zeigt sich das Werbegeschäft robust. Denn in schwierigen Zeiten erhöhen viele Unternehmen die Werbeformate, die direkt zum Abverkauf führen. Die Google-Suche gehört ebenso dazu wie die Werbung auf dem Amazon-Marktplatz. Zudem erweitert Google die Werbeplätze in der Suchmaschine und platziert bezahlte Werbung nicht mehr nur oberhalb und unterhalb der organischen Suchtreffer, sondern inzwischen auch mittendrin – für die Nutzer kaum zu unterscheiden. Auch die Videoplattform Youtube legte kräftig um 12,5 Prozent auf fast acht Milliarden Dollar zu.

Während im Werbegeschäft also alles wieder rund lief, waren die Börsianer vom Cloud-Geschäft enttäuscht. Das macht zwar nur gut ein Zehntel des Alphabet-Umsatzes aus, gilt aber als zentrales Wachstumsgeschäft. 22 Prozent Wachstum auf 8,4 Mrd. Dollar reichten nicht, um die hohen Erwartungen zu erfüllen. Die Aktie gab nach Börsenschluss gut sechs Prozent nach. „Wenn man will, dass diese Aktie weiter steigt, muss Cloud profitabler werden“, sagte Lee Munson, Chief Investment Officer von Portfolio Wealth Advisors, am Dienstag in einem Interview. „Es ist eine drittklassige Cloud-Plattform. Wir müssen sehen, dass sie Geld einbringt.“

Other Bets, zu dem das Geschäft mit selbstfahrenden Autos von Waymo und die Life-Sciences-Einheit Verily gehören, meldete einen Umsatz von 297 Millionen US-Dollar, gegenüber 208 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Allerdings wurde ein Verlust von 1,19 Milliarden Dollar ausgewiesen, der sich von 1,23 Milliarden Dollar im Vorjahr leicht verringerte.

Nach Jahren des ungezügelten Wachstums stand das bisherige Jahr für Google vor allem im Zeichen von Kostensenkungen. Im Januar kündigte das Unternehmen an, 12.000 Stellen zu streichen, was etwa sechs Prozent seiner Vollzeitbeschäftigten betrifft. Im vergangenen Monat strich das Unternehmen Hunderte von Stellen in seiner Personalbeschaffungsorganisation. Insgesamt standen Ende September 182.381 Menschen auf der Gehaltsliste von Alphabet, rund 4400 weniger als im Vorjahr.

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