Am Wochenende streamen: Knackiger Western mit Clint Eastwood, der oftmals übersehen wird

Am Wochenende streamen: Knackiger Western mit Clint Eastwood, der oftmals übersehen wird

Natürlich sind Großtaten wie „Für eine Handvoll Dollar“ oder „Zwei glorreiche Halunken“ Meilensteine in Clint Eastwoods Karriere, an die der verhältnismäßig konventionell erzählte Western „Sinola“ nicht herankommt, dennoch kann die Hollywoodproduktion von John Sturges auch heute noch als mindestens solider Genre-Beitrag überzeugen.

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1972 war Clint Eastwood dank Serio Leones Dollar-Trilogie längst Teil der Popkultur und durch den Erfolg des Thrillers „Dirty Harry“ auch in Hollywood ganz oben angekommen. Legendenstatus genoss zu der Zeit natürlich auch der Westernklassiker „Die glorreichen Sieben“, den Regisseur John Sturges 12 Jahre zuvor inszenierte und der ihm für immer einen Platz in der Filmgeschichte sicherte.

Ein Selbstläufer wurde der gemeinsame Western „Sinola“ trotzdem nicht. In den Filmographien beider Männer spielt er rückwirkend betrachtet eine untergeordnete Rolle, was allerdings nicht bedeutet, dass es sich um einen Rohrkrepierer handelt.

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Clint Eastwood soll sich nach Gerichtsthriller „Juror #2“ vom Filmgeschäft zurückgezogen haben. Welche anderen Hollywoodstars bereits in Rente gegangen sind, erfahrt ihr im Video.

Deshalb lohnt sich auch der weniger bekannte Western „Sinola“

Weder ein elegisches Hollywoodepos, noch eine schrille Westernoper, kommt „Sinola“ mit seiner knackigen Laufzeit von nur 88 Minuten recht kompakt daher, kann dafür aber mit wunderschön fotografierten Landschaftsaufnahmen aus den Bergen des Tucson Mountain Parks punkten, die von Clint Eastwoods damaligem Haus- und Hofkameramann Bruce Surtees meisterhaft eingefangen wurden.

Eastwood selbst spielt einmal mehr einen ambivalenten Charakter, der zunächst auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist und sich erst im Laufe der Handlung um einen ausbeuterischen Landbesitzer auf die Seite der unterdrückten Bevölkerung stellt und die Seiten wechselt.

Anleihen an den explosiven Italowestern, den Clint Eastwood in den späten 1960er-Jahren selbst nach Hollywood importierte, sind zumindest rudimentär vertreten und auch durch den Soundtrack von Lalo Schifrin weht ein Hauch von Ennio Morricone. Eine starke Besetzung mit Robert Duvall als Antagonisten und John Saxon als Verbündetem von Clint Eastwoods Charakter Joe Kidd (so auch der Originaltitel des Films) runden einen unterm Strich sehenswerten Western ab, dem zwar die ganz große Strahlkraft fehlt, dessen Sichtung für Fans des Genres aber nach wie vor lohnenswert sein dürfte.

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