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Er soll eine Fahrschülerin mehrfach vergewaltigt haben und gegenüber weiteren Schülerinnen sexuell übergriffig geworden sein: Wegen dieser Vorwürfe muss sich seit Dienstag ein Fahrlehrer vor dem Landgericht Hechingen verantworten. Die Taten soll der 41 Jahre alte Mann laut Anklage während der Fahrstunden im Raum Sigmaringen nördlich des Bodensees begangen haben. Angeklagt ist er unter anderem wegen des Verdachts der mehrfachen Vergewaltigung. Er selbst sieht sich zu Unrecht angeklagt.
Laut Staatsanwaltschaft geht es um neun Taten zwischen Sommer 2023 und November 2024. Eine Fahrschülerin soll der Angeklagte sechsmal vergewaltigt haben. Während der praktischen Fahrstunden sei er mit ihr an abgelegene Waldstücke gefahren und habe gegen den Willen der damals 17-Jährigen Sex mit ihr gehabt, so der Staatsanwalt zu Prozessbeginn.
Eine weitere Fahrschülerin soll er bei ihrer ersten Fahrstunde sexuell belästigt haben, indem er ihr unter einem Vorwand an den Po gefasst haben soll. Einer 18 Jahre alten Fahrschülerin gegenüber soll er sexuell übergriffig gewesen sein, während er sich selbst befriedigt haben soll.
Fahrlehrer: „Kann mich nur bei meiner Frau entschuldigen“
Der Fahrlehrer bestritt die Vorwürfe. Er habe zwar mehrfach Sex mit der 17-Jährigen gehabt, aber der sei einvernehmlich gewesen. Er habe eine Affäre mit der Jugendlichen gehabt, gab der vierfache Familienvater an. „Ich kann mich nur bei meiner Frau entschuldigen, weil es moralisch falsch war“, sagt er.
Bei der jungen Frau müsse er sich nicht entschuldigen, weil der Geschlechtsverkehr aus seiner Sicht einvernehmlich gewesen sei. Er könne sich die Vorwürfe nicht erklären. Und auch die anderen Vorwürfe tat er als Missverständnisse ab. Er sei kein strenger Fahrlehrer, sondern eher der Kumpel-Typ, sagte der 41-Jährige. Der Mann sitzt seit März in Untersuchungshaft.
Zu Oralverkehr bei Autobahnfahrt gezwungen?
Laut Staatsanwaltschaft vergewaltigte der Angeklagte die Jugendliche mehrfach ohne Verhütung. Er soll sie während einer Autobahnfahrt auch zu Oralverkehr genötigt haben. Der Angeklagte wies den Vorwurf von sich. „Ich habe das noch nie gemacht, das ist lebensgefährlich“, sagte er.
Laut Staatsanwaltschaft soll der Fahrlehrer der Jugendlichen mehrfach mit Konsequenzen gedroht haben, sollte sie sich nicht fügen. „Er stellte ihr in Aussicht, ihr Leben zu ruinieren und es zur Hölle zur machen“, so die Anklage weiter. Das Opfer sei mittlerweile in Therapie.
Für den Prozess sind drei weitere Verhandlungstage angesetzt worden. Ein Urteil könnte am 21. August fallen.
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