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Schon auf der Gamescom war Sonic Racing: CrossWorlds mit einer Demo für Playstation 5 anspielbar, doch der Umfang war eher gering: Nur wenige Charaktere und drei Strecken sowie der Modus Crossworld-Remix waren etwas wenig für einen Hands-on-Artikel.
Doch schon eine Woche später, beginnend am 29. August, sollte der Netzwerktest von Sonic Racing: CrossWorlds stattfinden, an dem auch wir in aller Ausführlichkeit teilgenommen haben. Der erste Eindruck: Es wird ein Top-Funracer, der Mario Kart echte Konkurrenz machen könnte.
Wir testeten das Spiel auf dem PC – aufgrund mehrerer Hand-on-Berichte lässt sich aber sagen, dass das Spiel auch der PS5 und Xbox Series schon vor dem Launch super läuft. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Die „Switch 2“-Version ist noch nicht fertig, deshalb gibt es hier vorerst nur die Switch-Version mit niedrigerer Framerate und Auflösung. Die PC-Version läuft dagegen extrem performant, selbst auf Mittelklasse-Hardware sind hohe Details in 4K absolut kein Problem. Höchst beeindruckend!
Der Netzwerktest wirft uns erst einmal in den von der Gamescom-Demo bekannten Grand Prix, den wir auch direkt in höchster auswählbarer Geschwindigkeit meistern. Nach ersten 10-15 Minuten geht es direkt ins Herzstück des Netzwerktests: den Online-Modus. Hier sind 16 Strecken in der Rotation, darunter 9 Hauptstrecken plus 7 CrossWorlds. 12 aus dem Sonic-Universum bekannte Charaktere standen zur Auswahl, seit dem Sonntag des Netzwerktests auch Joker aus Persona 5.
Das sogenannte “Festival” hat besondere Regeln: Drei Teams mit jeweils vier Spielenden treten gegeneinander an, dabei wechseln die Challenges wie die z. B. die meisten Lufttricks (Stunts) während des Rennens – das Team, das die Challenge während des Rennens am besten meistert, bekommt Bonuspunkte, die am Ende wiederum Sticker für das Fahrzeug oder Shopping-Tickets bringen. Dabei sind 21 verschiedene Fahrzeuge aus fünf Kategorien sowie 42 Gadgets für individuelle Anpassungen auswählbar.



Während wir im Grand Prix ein wenig mit der noch ungewohnten Drift-Steuerung kämpften, geht diese nach 1-2 Stunden komplett in Fleisch und Blut über, sodass wir auch lange Ringketten in den Kurven mühelos einsammeln können. Für den Anfang sind Charaktere mit gutem Handling empfehlenswert.
Die Online-Rennen sind chaotisch, erreichen aber nur selten den Item-Wahnsinn von Mario Kart World. Allgemein wirkt es im Moment so, als ob in Sonic Racing: CrossWorlds bessere Spieler größere Chancen haben, vorne zu landen. Takashi Iiuzka hatte schon vor Wochen in einem Interview gesagt, der Sonic-Flitzer soll den Fokus auf das Fahrverhalten der Spielenden setzen. Items, die Spielenden ein ständiges „Comeback“ erlauben, seien nicht geplant. Auch das Online-Game wirkt bislang konsistenter, auch wenn Items öfter mal nur mit etwas Verzögerung treffen.
Durch die freischaltbaren Gadgets kann man die Karts und Hoverboards auf seine eigene persönliche Spielweise optimieren. Zum Beispiel gibt es einen dritten Itemslot, einen größeren Driftboost, einen höheren Ring-Sammel-Radius oder einen kleinen Bonus für Boostfelder. Auch die Karts können mit speziellen Teilen in Optik und Performance getunt werden – die Sticker und Farbanpassungen geben den Fahrzeugen dabei Persönlichkeit.



Die Kurse sind extrem abwechslungsreich, oft herausfordernd und intensiv. Im Gedächtnis bleiben die ”Colorfull Mall” mit mehreren Ebenen und vielen kleinen Abkürzungen, der “Water Palace” mit mehreren Wasserrutschen, die an Griechenland erinnernde Stadtumgebung “Apotos”, der Farbrausch in den “Rainbow Gardens” oder der “Metal Harbor”.
Die namensgebenden Crossworlds bringen euch dann auch noch auf einen Casino-Abschnitt, in einen Dino-Dschungel, in eine Lavawelt mit Feuerdrachen oder die mystische Mond-Eis-Welt Holoska. Manchmal gewinnen wir den Eindruck, dass das ganz schön viel visueller Input ist und wünschen uns für eine paar Sekunden die längeren und geraden Abschnitte aus Mario Kart World zurück.
Sonic Racing: CrossWorlds erscheint am 25. September 2025. Beim Summer Game Fest bestätigte man auch eine neue „Switch 2“-Version, die allerdings erst nachgereicht wird. Handelsversionen gibt es für PS5, PS4, Xbox Series und Switch, die ihr bei Amazon* vorbestellen könnt.
Ein wilder Ritt
Wow, was für eine wilde Fahrt. Der Netzwerktest zu Sonic Racing: CrossWorlds war schnell, bunt, vielfältig, abwechslungsreich und bot einige Stunden sehr intensiven Spielspaß und einen ungewohnt tiefen Einblick in das Spiel, das am 25. September erscheint.
Manchmal wird es fast schon zu intensiv: Die Strecken sind oft herausfordernd gestaltet und lassen selten Luft zum Durchatmen. Die Crossworlds lassen keinen Rhythmus aufkommen, wie es in früheren Fun-Racern der Fall war, sondern sorgen mit spontanen Änderungen der Strecke nur für noch mehr Chaos. Wer also gerne intensive, chaotische Online-Rennen fährt, bekommt mit Sonic Racing: CrossWorlds möglicherweise bald eine neue Genre-Referenz.
Bildmaterial: Sonic Racing: CrossWorlds, SEGA
Der Beitrag Angespielt! Ein paar Runden durch den Netzwerktest zu Sonic Racing: CrossWorlds erschien zuerst auf JPGAMES.DE.
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