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#Arminia Bielefeld geht in Wiesbaden unter

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Lange steuerte der Abend auf eine reine Wiesbadener Fußballparty zu. Am Ende war die Feierstimmung aber gedämpft, weil die Fans von Arminia Bielefeld am Freitagabend für einen Tiefpunkt in der Vereinshistorie sorgten. Eine rund 20-minütige Spielunterbrechung inklusive.

Vereinslegende Fabian Klos äußerte sich nach dem Spiel entsprechend konsterniert. Unter Tränen sagte er: „Es muss jeder Stein umgedreht werden. Die Entwicklung, welche der Klub in den letzten 18 und mehr Monaten genommen hat, ist beängstigend und macht mich sehr traurig.“ Mit Blick auf das Rückspiel sagte er: „Es gilt jetzt zu gucken, wer gewillt ist, die Saison vernünftig zu Ende zu bringen. Das heißt nicht mehr, den Abstieg zu verhindern, sondern sich mit Anstand zu präsentieren und den Frust und die Wut der Leute im Stadion auszuhalten.“ 

Zur Wut der Arminia-Fans, die sich immer wieder entlud, hatte Wiesbadens Geschäftsführer Nico Schäfer eine klare Meinung. „Das kann nicht ohne Strafe für Arminia Bielefeld bleiben. Wir haben keine Lust, uns im Rückspiel vor 30000 Zuschauern wieder beschießen zu lassen“, sagte er.

Unschöne Bilder

Arminia Bielefeld gab im Relegationshinspiel auf und neben dem Platz ein verheerendes Bild ab. Sportlich, weil der klassentiefere SV Wehen Wiesbaden beim 4:0-Heimsieg überwiegend leichtes Spiel hatte. Und am Spielfeldrand, weil die Bielefelder Anhänger für Gefahr und ja, für Angst und Schrecken sorgten. Der ehemalige Profi Markus Babbel sagte beim übertragenden Fernsehsender „Sat1“: „Das ist nicht gefährlich, das ist kriminell.“

Auf die aufmarschierten Polizeikräfte gingen nach Abpfiff noch zig Raketen und Rauchtöpfe nieder. Es entstanden Bilder, welche die Schattenseiten des Fußballs illustrierten. Die DSC-Vereinslegende Fabian Klos hatte während des Spiels mehrmals versucht, beruhigend auf die Anhänger, die offensichtlich auf Eskalation aus waren, einzuwirken. Vergeblich.

Arminias Absturz

Den Bielefelder Profis droht beim Rückspiel am Dienstag nicht nur der sportliche Abstieg, sondern auch eine Art Spießrutenlauf vor dem eigenen Publikum. Denn auch in diesem Jahr scheint sich die Relegations-Gesetzmäßigkeit fortzusetzen, wenn sich Zweitliga-Sechzehnter und Drittliga-Dritter duellieren. Seit Einführung der finalen Saisonzusatzschicht hat sich nur in vier von 14 Fällen der klassenhöhere Klub durchgesetzt.

Drittliga-Dino Wehen Wiesbaden hat nach dem klaren Sieg jedenfalls beste Karten, die Serie fortzusetzen. Der Arminia droht dagegen mehr denn je der Sturz von der Eliteklasse auf direktem Wege in die dritte Liga – plus ein nach dem Wiesbadener Abend schwer geschädigtes Verhältnis zu den eigenen Fans.

Die reguläre Saison beider Teams war jeweils mit einem Schreckmoment zu Ende gegangen: Die Ostwestfalen leisteten sich am letzten Zweitligaspieltag einen widerstandsarmen wie blutleeren Auftritt beim 0:4 in Magdeburg. Die Hessen dagegen wähnten sich einige Minuten lang schon am ersehnten Ziel. In die Feierlichkeiten mit auf den Platz gestürmten Fans nach dem 1:0-Heimerfolg gegen Halle platzte die Nachricht, dass Konkurrent VfL Osnabrück parallel noch zwei Treffer in der Nachspielzeit erzielte. Der direkte Aufstieg wurde Wiesbaden vor der Nase weggeschnappt.

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