Auf der Eisbachwelle darf ab sofort wieder gesurft werden

Auf der Eisbachwelle darf ab sofort wieder gesurft werden

Auf der nach einem tödlichen Unfall im April gesperrten Surfer-Welle am Eisbach in München darf ab sofort wieder gesurft werden. Die Stadt habe die Welle mit neuen Regeln zum Wellenreiten freigegeben, teilte der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit.

Im April war eine Surferin tödlich im Eisbach verunglückt. Die 33-Jährige war in der Nacht zum 17. April mit ihrem Lebensgefährten zum Surfen bei Scheinwerferlicht an die Welle am Englischen Garten gekommen. Beide waren nach Leidings Angaben geübt und mit der Welle vertraut. Doch gegen 23.30 Uhr hörte der Lebensgefährte plötzlich Hilfeschreie und sah, wie seine Freundin samt Brett unter der Wasseroberfläche verschwand.

Während der Mann bei starker Strömung erfolglos versuchte, die Frau zu retten, riefen Passanten die Feuerwehr. Erst speziell ausgebildete Rettungskräfte konnten die 33-Jährige aus den Fluten ziehen. Die Frau kam in lebensbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus, wo sie etwa eine Woche später starb.

Die Eisbachwelle wurde nach dem Unfall gesperrt. Seit 2010 gilt eine Allgemeinverfügung, nach der das Surfen am Eingang des Englischen Gartens zugelassen ist, allerdings nur für erfahrene Sportler. Eine strafrechtliche Verantwortung der Stadt sieht die Staatsanwaltschaft nicht.

Die Behörde hatte mit Hilfe der Polizei umfangreich zur Unfallursache ermittelt. So wurde unter anderem der Wasserspiegel abgesenkt und das Bachbett an der Unglücksstelle abgesucht nach Hindernissen, an denen sich die Frau verhakt haben könnte. Leiding zufolge wurden kleinere metallische Gegenstände sichergestellt, Gutachter konnten aber keinen Zusammenhang zum Unfall herstellen.

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