Ons Jabeur wollte am liebsten gar nicht hinsehen. Aber die Neugier war letztlich wohl doch zu groß. Hauptdarstellerin in einer Netflix-Serie ist man schließlich nicht alle Tage. Selbst dann nicht, wenn man zu den besten Tennisspielerinnen der Welt gehört. Und so sah sich Jabeur dabei zu, wie sie beim traditionsreichsten aller Grand-Slam-Turniere einen Siegeszug startete. Wie sie jubelte, dem großen Ziel Runde um Runde immer näherkam. Und wie sie das Wimbledonfinale am Ende doch verlor.
Ziemlich genau ein Jahr ist es nun her, dass die Tunesierin im größten Match ihrer Karriere ihre bitterste Niederlage hinnehmen musste. Ganz Afrika hatte sie stolz machen wollen mit dem ersten Grand-Slam-Titel für eine arabische Spielerin. Einen Satz lang sah sie gegen die Kasachin Jelena Rybakina wie die sichere Siegerin aus, ehe ihr das Spiel entglitt und der Traum in Tränen endete. In der Netflix-Serie „Break Point“ ist das Ganze dokumentarfilmisch festgehalten. „Es war hart darauf zurückzuschauen“, hat Jabeur dieser Tage erzählt.
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