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Ein nicht alltägliches Testgerät hatte ich dieser Tage auf dem Tisch. Das Durabook S14I ist ein „semi‑robustes“ Laptop für den Einsatz in Umgebungen, die besondere Widerstandsfähigkeit erfordern. Das Gerät trotzt Kälte, Hitze, Staub, Wasser und mechanischen Einwirkungen. Wartungstechniker im Außendienst sind eine typische Zielgruppe für derartige Geräte, oder auch Logistik- und Industrieunternehmen.
Dies ist selbstredend kein Testbericht im klassischen Sinne. Insbesondere die Herstellerangaben zur Widerstandsfähigkeit konnte ich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen.

Schauen wir zunächst wie üblich auf den Steckbrief. Ergänzende Informationen gibt es auf der Produktseite des Herstellers.
Technische Daten des Durabook S14I (S3607QA)
| Display | 14-Zoll-IPS-Display 1.920 × 1.080 Pixel, 60 Hz Seitenverhältnis 16:9 matt, entspiegelt Multitouch max. Helligkeit 1.200 Nits |
| CPU | Intel Core Ultra 7 155U |
| NPU | Intel AI Boost |
| Grafik | Intel HD Grafik (optional Nvidia RTX A500) |
| RAM | 32 GB LPDDR5x |
| Speicher | 1 TB PCIe 4.0 SSD |
| Anschlüsse | 2 x USB-C Thunderbolt 4 2 x USB-A 3.2 2x RJ-45 RS-232 HDMI 3,5mm Audio |
| Audio | Stereo-Lautsprecher Array-Mikrofon |
| Drahtlos | Wi-Fi 7 Bluetooth 5.4 LTE und GPS optional |
| Webcam | 1080p FHD Webcam, mechanischer Shutter |
| Sicherheit | TPM 2.0 Microsoft Pluton Sicherheitsprozessor Kensington Lock |
| Akku | 2 x 6.900 mAh, 90 W Netzteil |
| Betriebssystem | Windows 11 Pro |
| Gewicht | 3.078 Gramm |
| Preis | ab 1.686 Euro |
Widerstandsfähigkeit
Das Durabook S14I verträgt Temperaturen von -29 bis +63 Grad Celsius. Zusätzlich erfüllt es die Kriterien des US-Militärstandards MIL-STD-810H und ist nach IP53 staub- und spritzwassergeschützt.
Das Gerät übersteht laut Hersteller Stürze aus bis zu 1,2 Metern Höhe. In der Praxis habe ich das nicht verifiziert, ich hatte dabei aber mehr Angst um meinen Fußboden als um das Testgerät.
Ausstattung
Im Testgerät steckt ein leistungsfähiger Intel Core Ultra 7 155U, dem 32 GB RAM zur Seite stehen. Damit ist das Durabook S14I auch für anspruchsvolle Aufgaben gerüstet.
Reichlich Anschlüsse (siehe obige Auflistung) sind ebenfalls vorhanden, für die Ausführung lokaler KI-Modelle ist eine NPU integriert. Optional lässt sich das Gerät mit einer Nvidia RTX A500 bestücken, um auch grafisch anspruchsvolle Aufgaben zu meistern.
Mit Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4 sowie optionalem LTE/5G und GPS ist das Durabook S14I hinsichtlich der drahtlosen Kommunikation auf dem neuesten Stand.
Sämtliche externen Anschlüsse mit Ausnahme des Netzteilanschlusses befinden sich hinter Abdeckungen, die das Eindringen von Staub, Schmutz und Wasser verhindern sollen.

Display
Das 14 Zoll große IPS-Display des Durabook S14I bietet Full-HD-Auflösung. Es ist matt und entspiegelt, was ebenso zur Lesbarkeit unter schwierigen Bedingungen beiträgt wie die maximale Helligkeit von 1.200 Nits. Eine Bedienung per Touch ist ebenfalls möglich, laut Hersteller funktioniert das sogar mit Handschuhen und feuchten Händen. Stiftunterstützung ist ebenfalls gegeben.
Tastatur und Touchpad
Das Durabook S14I setzt auf eine Membrantastatur mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Die Oberfläche der Tasten ist für eine erhöhte Griffigkeit minimal angeraut. Der Tastenhub ist großzügig bemessen, was im Hinblick auf die beworbenen Einsatzgebiete auch sinnvoll und angebracht ist.

Mit 8,5 mal 4 cm fällt das Touchpad geradezu winzig aus. Obwohl ich kein Freund von Trackpoints bin, hätte ich einen solchen bei diesem Gerät für sinnvoll erachtet. Damit dürfte der Mauszeiger je nach Verwendungsart des Geräts präziser zu steuern sein.
Akku und Laufzeit
Eine Besonderheit beim Durabook S14I sind die zwei Akku-Slots, die bei meinem Testgerät beide mit je einem 6.900 mAh großen Akku ausgestattet waren. Als alle Laptops noch so aussahen wie die Rugged-Laptops heute, waren Akkus, die man selbst wechseln konnte, noch der Normalfall. Das waren noch Zeiten…

Mit beiden Akkus soll eine Laufzeit von bis zu 32 Stunden erreicht werden, was bei diesem Gerät selbstredend ganz besonders von der Umgebung abhängt, in der es verwendet wird (Netzwerk-Signal/Display-Helligkeit). Der Wechsel eines Akkus im laufenden Betrieb ist möglich.
Das Netzteil des Durabook S14I besitzt einen proprietären Anschluss, es lässt sich allerdings auch über USB-C aufladen.
Sonstiges
Die integrierten Lautsprecher des Durabook S14I habe ich als ein wenig zu schwachbrüstig wahrgenommen. In etwas lauteren Umgebungen dürfte das zum Problem werden, wahrscheinlich wird man in diesem Fall aber ohnehin ein Headset verwenden.
Optional kann das Gerät mit einem Fingerabdruckscanner ausgestattet werden. Windows Hello per Gesichtserkennung gibt es dagegen nicht, das ist schade. Vermarktet man das Durabook S14I in erster Linie an Kunden, die öfter mal keine Hand frei haben.
Durabook bietet umfangreiches Zubehör an. Dazu gehören ein Schulterriemen für den Transport, ein Stylus samt Halteband, damit er nicht verloren geht, sowie externe Ladegeräte für die Batterien. Für den Betrieb in Fahrzeugen oder auf dem Schreibtisch gibt es spezielle Docks.
Ein Fazit ziehe ich an dieser Stelle nicht, da ich die beworbenen Eigenschaften, wie bereits erwähnt, nicht testen konnte. Das Durabook S14I war jedenfalls eine willkommene Abwechslung. Abgesehen von seinen speziellen Eigenschaften ist es ein „ganz normaler“ Windows-Computer.
Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant.
Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir – für Euch!
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