Oliver Masucci spielt in Oskar Roehlers bitterböser Mediensatire einen abgehalfterten Regisseur in der Krise.
Oskar Roehlers «Bad Director» feiert im September seine Fernsehauswertung bei den Öffentlich-Rechtlichen. Der Film ist ab Freitag, 4. September 2026, in der ARD Mediathek verfügbar. Zwei Tage später, am Sonntag, den 6. September, zeigt das BR Fernsehen die Produktion um 23.10 Uhr. Der Kinofilm entstand als Koproduktion des Bayerischen Rundfunks und ARTE.
Im Mittelpunkt steht Gregor Samsa, gespielt von Oliver Masucci. Der Regisseur Ende 50 steckt beruflich und privat in einer tiefen Krise. Einst erfolgreich, blickt er inzwischen mit Verachtung auf die Filmbranche, der er selbst angehört. Alkohol, Bordellbesuche und zynische Kommentare bestimmen zunehmend seinen Alltag. Nach einer Filmpreisveranstaltung begegnet er der geheimnisvollen Grete, gespielt von Bella Dayne, die für ihn zur Muse und Projektionsfläche seiner Sehnsüchte wird. Gleichzeitig steht Samsas nächster Filmdreh unmittelbar bevor. Doch schon vor dem ersten Drehtag eskalieren die Konflikte mit Schauspielern, Produzenten und Mitarbeitern. Der Regisseur fühlt sich von seinem Umfeld zunehmend missverstanden und verraten. Seine Unsicherheiten und Panikattacken versucht er mit Medikamenten zu kontrollieren, während Realität und Wahn immer stärker ineinander übergehen.
«Bad Director» basiert auf Roehlers 2017 veröffentlichtem und teilweise autobiografisch gefärbtem Roman Selbstverfickung. Der Filmemacher übernahm nicht nur die Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch. Die Dreharbeiten fanden 2022 in Berlin und Köln statt. Seine Premiere feierte der Film im Mai 2024 in Köln, ehe er am 9. Mai desselben Jahres regulär in die deutschen Kinos kam. Neben Masucci und Dayne gehören Anne Ratte-Polle, Götz Otto, Samuel Finzi, Natalia Avelon, Anton Rattinger und Norbert Ghafouri zum Ensemble. Philipp Sichler führte die Kamera, Martin Todsharow komponierte die Musik und Peter R. Adam verantwortete den Schnitt.
Produziert wurde «Bad Director» von Nachtlicht Film in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk und in Zusammenarbeit mit ARTE sowie weiteren Partnern. Gefördert wurde das Projekt unter anderem von der Film- und Medienstiftung NRW, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, der BKM und dem Deutschen Filmförderfonds.
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