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#Bayern mit mehr Mühe als erwartet

Bayern mit mehr Mühe als erwartet

Schnee rieselte vom Himmel, mehr und mehr, so dass er Teile des Berliner Olympiastadions bald zwischenzeitlich in ein winterliches Weiß gehüllt hatte. Dazu Temperaturen um den Gefrierpunkt, aber Sami Khedira schien trotzdem bester Dinge, als er in Richtung Ersatzbank trabte. Der ehemalige Nationalspieler, Weltmeister von 2014 und neben dem Serben Nemanja Radonjic neuester Zugang von Hertha BSC, war beruflich im vergangenen Jahrzehnt in wärmeren Gefilden unterwegs gewesen.

Bedingungen wie am Freitagabend hatte er in Madrid und Turin nur selten, aber was der 33 Jahre alte Mittelfeldspieler dann im Berliner Schneetreiben zu sehen bekam dürfte ihn einigermaßen beeindruckt haben.

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Seine neuen Kollegen und später Khedira selbst lieferten dem FC Bayern einen intensiven Kampf auf einem sehr ansprechenden Niveau, leider war es aus Berliner Sicht am Ende wie so oft, wenn es gegen die Münchner ging. Gut gespielt, den Gegner vor Probleme gestellt und doch verloren. Hertha unterlag dem FC Bayern 0:1 und blieb damit auch im zweiten Spiel unter dem neuen, alten Trainer Pal Dardai sieglos. Seit über einem Monat warten die Berliner nun auf drei Punkte und befinden sich in akuter Abstiegsgefahr. Bayern baute seinen souveränen Vorsprung als Tabellenführer dagegen aus.

Das Spiel war um eine halbe Stunde vorverlegt worden weil die Münchner gleich im Anschluss von Berlin aus nach Doha aufbrachen, wo sie um die Klub-Weltmeisterschaft spielen. Am Montag geht es dort im Halbfinale gegen die Ägypter von Al Ahly Kairo, vor diesem Hintergrund wären sie über etwas weniger Aufwand in Berlin sicher nicht böse gewesen, doch diesen Gefallen taten ihnen Herthas Spieler nicht.

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Bereits nach drei Minuten tauchte Dodi Lukebakio frei vor Manuel Neuer auf und zwang den Nationaltorhüter zu einer ersten Rettungstat. Es war der Auftakt zu einer furiosen ersten Halbzeit, in der sich die Berliner als ebenbürtiger Gegner erwiesen. Herthas Ärger über die vergebene Chance von Lukebakio war noch nicht im Schnee geschmolzen, da scheiterte Leroy Sané auf der Gegenseite an Rune Jarstein (5.). Der Norweger bekam wie schon in Frankfurt (1:3) den Vorzug vor Alexander Schwolow, einem jener teuren, aber bisher glücklosen Berliner Zugänge. Jarstein stand kurz darauf abermals im Mittelpunkt, als er Sané deutlich von den Beinen holte. Seinen Fehler korrigierte er aber umgehend, indem er den Elfmeter von Robert Lewandowski parierte (11.).

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Bayern gehörte der Ball, Hertha versuchte sich im Kontern, doch mehrfach wurden diese nicht sauber genug ausgespielt um den deutschen Meister tatsächlich in Gefahr zu bringen. So versuchte sich Krzysztof Piatek aus allen möglichen Positionen, doch bei seinen Abschlüssen aus unmöglichen Winkeln wirkte er wie ein Jäger, der einfach ins Dunkel der Nacht feuert, in der Hoffnung, irgendwie irgendwas zu treffen.

Mehr Struktur besaßen die Angriffe der Bayern – und auch mehr Erfolg. Einen Schuss von der Strafraumgrenze durch Kingsley Coman fälschte Niklas Stark so ab, dass er für Jarstein unerreichbar wurde (21.). Der Franzose hätte die Führung gleich im Anschluss ausbauen können, aber dieses Mal blieb Jarstein Sieger (24.).

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Neben zahlreichen Torchancen gab es auch einige rassige Zweikämpfe zu bestaunen. Bayerns Niklas Süle musste mit einer Platzwunde behandelt werden, konnte aber weiter machen. Im Gegensatz zum Berliner Jordan Torunarigha, der sich im Zweikampf mit Sané verletzte. Für ihn kam Omar Alderete, kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit wechselte Herthas Trainer Pal Dardai dann Matteo Guendouzi ein, Khedira bleib weiter auf der Bank.

Zurück in der Bundesliga: Khedira gibt in der 81. Minute sein Debüt für die Hertha.


Zurück in der Bundesliga: Khedira gibt in der 81. Minute sein Debüt für die Hertha.
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Bild: Reuters

Trotzdem dauerte es nicht lange, ehe das Spiel der Berliner durch einen Winterzugang belebt wurde. Nur war es eben nicht Khedira, sondern der am selben Tag verpflichtete Radonjic, der die weiter überlegenen Bayern vor Probleme stellte. Kaum war er auf dem Feld, lag der Ball schon im Münchner Tor, aber Schiedsrichter Robert Schröder erkannte dem Serben den Premierentreffer wegen einer klaren Abseitsstellung zurecht ab (64). Danach war Guendouzi zu eigensinnig. Statt aus spitzem Winkel zu schießen wäre ein Pass in die Mitte sinnvoller gewesen (70.).

Bayern verlor ab Mitte der zweiten Halbzeit etwas an Tempo, die Aktionen waren nicht mehr so zwingend wie bis dahin. Hertha konnte daraus aber kein Kapital schlagen, daran änderte auch die späte Einwechselung von Sami Khedira nichts, der nach elf Jahren Abwesenheit sein Comeback in der Bundesliga gab. Radonjic scheiterte an Neuer (87.) und dann bot sich Hertha plötzlich doch noch die große Chance zum Ausgleich, als Cunha allein auf das Tor zulief, sein Abschluss aber knapp am Pfosten vorbei trudelte.

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