Bei Prime im Stream: Ein Western aus einer ungewohnten Perspektive

Bei Prime im Stream: Ein Western aus einer ungewohnten Perspektive

Cowboys und Revolverhelden prägen das Bild des Westerns. Oft stehen sie für Recht und Ordnung, während indigene Völker als unberechenbare Fremde erscheinen. „Lakota Moon“ verschiebt diesen Blick.

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Die Geschichte von „Lakota Moon“

Im Jahr 1820 ist der Wilde Westen noch weitgehend unberührt, doch die Gefahren sind allgegenwärtig. Als ein Lakota-Junge ums Leben kommt, trauern seine Freunde um ihn. Zugleich machen sie sich Vorwürfe, ihn nicht gerettet zu haben. Um ihre Ehre wiederherzustellen, planen sie heimlich, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Auch der Stammesälteste handelt: Er schickt seine besten Männer, Kills First (Rodney A. Grant) und Smoke (Richard Tyson), auf die Suche nach den Mördern. Als ein Händler sein Lager nahe dem Lakota-Stamm aufschlägt, geht der Häuptling einen riskanten Tausch ein. Die Folgen sollen das Leben des Stammes dauerhaft verändern.

Derzeit ist der Western im Prime-Video-Abo verfügbar. Außerdem könnt ihr ihn bei Amazon auf DVD kaufen.

Zu „Lakota Moon“ auf Prime Video

Warum gibt es heutzutage eigentlich kaum noch neue Western? Mehr dazu im Video.

Darum lohnt sich der Western

Regisseur Christopher Cain stellt in „Lakota Moon“ die übliche Rollenverteilung des Westerns infrage. Dass für den Film in den 1990er-Jahren indigene Schauspieler vor der Kamera standen, trägt zu seiner Authentizität bei. Die internationale Filmdatenbank IMDb bewertet den Film mit 6,2 von zehn Sternen.

Ein Perspektivwechsel mit Folgen

Christopher Cain widmet sich dem Eindringen der Europäer in die Lebenswelt indigener Völker. Der Perspektivwechsel macht deutlich: Händler, Eisenbahnbauer und Cowboys bringen gleichermaßen eine Gefahr mit sich und bedrohen die vertraute Lebensweise des Stammes.

Dabei stehen weniger einzelne Menschen als Verkörperung des Bösen im Zentrum. Bedrohlich sind vielmehr die Veränderungen, die mit der westlichen Welt Einzug halten. Auch Oscar-Filme wie „Der mit dem Wolf tanzt“ erzählen aus einer ähnlichen Richtung – dort bleibt jedoch ein weißer Mann die zentrale Figur. „Lakota Moon“ verzichtet vollständig auf diesen Fokus.

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