Belastung durch Wohnkosten

10 Millionen Menschen in Deutschland haben 2024 mehr als 40 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen ausgegeben.

Von einer Überbelastung durch Wohnkosten wird nach EU-Definition ausgegangen, wenn die Kosten fürs Wohnen mehr als 40 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens ausmachen. Berücksichtigt werden bei diesem Indikator nicht nur Mietende, sondern auch Eigentümer. Es werden sämtliche Wohnkosten betrachtet, also alle monatlichen Ausgaben, die ein Haushalt fürs Wohnen bezahlen muss: neben den Mieten auch die kalten und warmen Nebenkosten. Bei Eigentümern werden zudem die Belastungen durch Hypothekenzinsen, Versicherungen und Steuern angerechnet. Nach dieser Definition lag der Anteil der Personen in Haushalten, die von den Wohnkosten überlastet waren, in Deutschland 2024 bei 12 Prozent und damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von 8,2 Prozent.

In der Karte des Leibniz-Instituts für Länderkunde werden gravierende regionale Unterschiede sichtbar. Am stärksten von Überbelastung betroffen war der Regierungsbezirk Oberbayern mit 15,3 Prozent der Bevölkerung in Haus halten, gefolgt von der Region Weser-Ems in Niedersachen mit 15,0 Prozent und dem Land Schleswig-Holstein mit 14,7 Prozent. Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lagen die Nachbarregionen Chemnitz und Oberfranken mit 5,5 und 7,7 Prozent.

Die ganze Karte noch einmal als pdf-Datei (1,54 MB) gibt es hier.

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