Beruht der Film auf einer wahren Geschichte?

Beruht der Film auf einer wahren Geschichte?

Ein KZ-Häftling überlebt, indem er vortäuscht, persisch zu sprechen – der Film „Persischstunden“ erzählt eine unglaubliche Geschichte. Aber ist sie wahr?

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Der Film „Persischstunden“ spielt im von den Nazis besetzten Frankreich und erzählt die Geschichte des belgischen Juden Gilles (Nahuel Pérez Biscayart), der in einem Konzentrationslager nur überlebt, weil er vorgibt, Perser zu sein. Ein SS-Offizier (Lars Eidinger) möchte Farsi lernen, um nach dem Krieg im Iran ein Restaurant zu eröffnen – und Gilles erfindet kurzerhand eine Fantasiesprache, um sein Leben zu retten. Ob die realistisch klingende Geschichte einen wahren Hintergrund hat?

Steckt hinter „Persischstunden“ eine reale Begebenheit?

Der Film basiert auf der Erzählung „Erfindung einer Sprache“ von Wolfgang Kohlhaase, einem der bekanntesten Drehbuchautoren der DDR. Diese literarische Vorlage wiederum soll auf eine reale Begebenheit zurückgehen – wie genau, lässt sich heute nicht mehr eindeutig nachvollziehen.

Sicher ist nur: Die Handlung von Persischstunden ist fiktionalisiert, aber sie berührt auf eindrückliche Weise historische Realitäten und wirft ein Licht auf ungewöhnliche Strategien des Überlebens in Konzentrationslagern.

Neugierig geworden? In diesem Trailer erfahrt ihr mehr über den Film „Persischstunden“.

Gibt es ähnliche historische Fälle?

Tatsächlich existieren Berichte von KZ-Häftlingen, die mit außergewöhnlichen Ideen oder Lügen ihr Leben retten konnten. Auch das Thema der „erfundenen Sprache“ erinnert an reale Fälle, in denen Gefangene durch Täuschung oder besonderes Wissen den Tod abwenden konnten. „Persischstunden“ ist also keine echte Geschichte, spiegelt aber reale Mechanismen des Überlebens im Lageralltag.

Fantasiesprache und Festivalglanz: Die Details zum Film

Die Hauptrolle des Gilles spielt Nahuel Pérez Biscayart, bekannt aus „120 BPM“ . Die Rolle des SS-Offiziers Koch übernahm Lars Eidinger, der mit seiner Darstellung zwischen Kälte und Verletzlichkeit beeindruckt. Regie führte Vadim Perelman, der bereits mit „Haus aus Sand und Nebel“ internationale Anerkennung erhielt.

„Persischstunden“ feierte seine Premiere auf der Berlinale 2020 in der Sektion Berlinale Special Gala und wurde von der Kritik überwiegend positiv aufgenommen – vor allem für die schauspielerische Leistung und die außergewöhnliche Sprachidee. Die fiktive Sprache, die Gilles im Lager erfindet, umfasst über 600 „Wörter“ – sie wurde eigens für den Film entwickelt

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