#Biden trifft „würdigen Gegner“ Putin

Biden trifft „würdigen Gegner“ Putin

Das Wichtigste für Sie an diesem Mittwoch:

Daniel Mohr

Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

1. Biden trifft Putin
2. Deutschland startet in die EM
3. Keine „epidemische Lage“ mehr
4. Deutsche äußern Meinungen vorsichtiger
5. Die Wirtschaft im Boom
6. Zahlreiche Börsengänge in Frankfurt
7. Jede Menge Corona-Babys

Neutraler Boden: Am Genfer See treffen sich diesen Mittwoch Joe Biden und Wladimir Putin.


Neutraler Boden: Am Genfer See treffen sich diesen Mittwoch Joe Biden und Wladimir Putin.
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Bild: AP

1. Biden trifft Putin

Kalter Krieg war früher, doch die Spannungen zwischen den USA und Russland sind so groß wie lange nicht. Höchste Zeit für ein Gespräch heute in Genf.

Negative Abwärtsspirale: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gab dem amerikanischen Präsidenten Joe Biden bei seinem Besuch in Brüssel mit auf den Weg, Europa und Amerika träten Russland vereint entgegen. Brüche internationalen Rechts und von Menschenrechten müssten klar zurückgewiesen werden. Der Versuch „uns zu untergraben“ müsse eingeschränkt werden. Die Beziehungen der EU zu Russland befänden sich in einer Abwärtsspirale.

Kritik an Nordstream: Scharfe Kritik an der bisherigen Politik von Joe Biden kam aus der polnischen Regierung, die ihre Warnungen vor dem Ostsee-Gaspipelineprojekt Nordstream 2 von Russland nach Deutschland bekräftige und vor einer zu weichen Haltung Bidens gegenüber Russland warnte. Die Ukraine teilt die Auffassung und zeigte sich zudem enttäuscht, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj angesichts des Ukraine-Konflikts mit Russland keine Gesprächsgelegenheit mit Biden vor dem Treffen mit Putin bekommen hat.

Killer? Die Frage, ob Biden den russischen Präsidenten tatsächlich so genannt hat, ließ Biden in Brüssel offen, sprach aber davon, ehrlich geantwortet zu haben und es mit einem intelligenten, robusten Gegenüber zu tun zu bekommen, einem „würdigen Gegner“, den er warnte, wenn Wladimir Putin seine „schädlichen Handlungen“ fortsetze, werde man entsprechend antworten.

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Bild: dpa

2. Deutschland bei EM prompt unter Druck

Gut gekämpft, aber letztlich chancenlos beim 0:1 gegen Frankreich: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss sich gegen Portugal steigern.

Schnelligkeit: Kylian Mbappe läuft gewiss schneller als manch einer. Und auch die deutsche Mannschaft ließ er ein ums andere Mal sehr alt aussehen. Sein Tor zählte nicht. Dafür das Eigentor von Mats Hummels. Die Franzosen waren schneller, zielstrebiger und defensiv sehr kompakt. Deutschland übte Dauerdruck aus, war aber letztlich vor dem Tor weitgehend ungefährlich und hinten anfällig gegen den dynamischen Weltmeister.

Nun Portugal: Der nächste Gegner der deutschen Mannschaft am Samstag um 18 Uhr ist Europameister Portugal um Stürmerstar Cristiano Ronaldo. Der hat sich mit seinen zwei Toren beim 3:0 in Ungarn schon zum erfolgreichsten EM-Torschützen der Geschichte geschossen. Doch sein Torhunger wird noch nicht nicht gestillt sein. Will Deutschland das Weiterkommen noch in der eigenen Hand haben, sollte es keine weitere Niederlage geben. Doch selbst dann gäbe es noch Chancen auf das Achtelfinale: Vier der sechs Gruppendritten kommen auch weiter.

Zweiter Spieltag: Den zweiten Spieltag eröffnet heute um 15 Uhr das Nachbarschaftsduell der Finnen gegen Russland. Um 18 Uhr tritt dann in Gruppe A die Türkei gegen Wales an und um 21 Uhr die im Eröffnungsspiel siegreichen Italiener, die gegen die Schweiz ihren Achtelfinaleinzug schon unter Dach und Fach bringen könnten.

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Bild: dpa

3. Keine „epidemische Lage“ mehr

Nordrhein-Westfalen beschließt das Ende von Ausnahmeregeln. In vielen Bundesländern fallen die Masken.

Freiheit zurück: Anders als die Bundesregierung ist die CDU/FDP-Mehrheit in NRW zusammen mit der Opposition von Grünen und SPD nicht mehr der Meinung, ihrer Landesregierung erweiterte Befugnisse wegen Corona gewähren zu müssen. Von Freitag an werden die Regelungen nicht mehr gelten und die „epidemische Lage von landesweiter Tragweite“ nicht mehr für gegeben erklärt. „Von einer Überlastung des Gesundheitssystems sind wir weit entfernt“, teilte der FDP-Fraktionsvorsitzende Christof Rasche zur Begründung mit. Der Bundestag hatte indes die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ für den Bund bis zum 30. September verlängert. Sonst wäre sie Ende Juni ausgelaufen.

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