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Die asiatischen Aktien legen am Morgen leicht zu. US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Mittwoch erklärt, die hohen Zölle zwischen den USA und China seien auf die Dauer nicht haltbar. Die US-Zölle von 145 Prozent auf chinesische Waren und die chinesischen Zölle von 125 Prozent auf amerikanische Waren müssten vor Handelsgesprächen gesenkt werden.
Das „Wall Street Journal“ hatte zuvor berichtet, die US-Regierung erwäge, ihre Zölle auf chinesische Importe möglicherweise auf bis zu 50 Prozent zu senken. Ein Sprecher des Weißen Hauses hatte dies allerdings als „reine Spekulation“ zurückgewiesen. Neuigkeiten zu Zöllen würden von US-Präsident Donald Trump selbst kommen. „Wir werden einen fairen Deal mit China abschließen“, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen.
Extreme Volatilität an den Börsen
„Die kurzfristige Volatilität ist im Moment ziemlich extrem und wir werden in Zukunft noch mehr Volatilität erleben, weil sich die zugrunde liegenden Spielregeln des Marktes und die wirtschaftliche Weltordnung ändern“, sagte Salman Ahmed, Chef der Abteilung Macro and Strategic Asset Allocation bei Fidelity International.
In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,1 Prozent auf 35.244 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte ein Prozent höher bei 2.610 Zählern.
Der japanische Fernsehsender NHK hatte am Donnerstagmorgen berichtet, Wirtschaftsminister Ryosei Akazawa, werde am 30. April in die USA reisen. Dort wolle er mit seinem Amtskollegen ein zweites Mal über die US-Zölle sprechen.
Die Börse Shanghai gewann 0,3 Prozent auf 3.306,81 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,3 Prozent auf 3.799,81 Punkte.
Zollsignale bleiben widersprüchlich
Die Ölpreise bewegen sich am Donnerstagmorgen wenig, nachdem sie in der vorangegangenen Sitzung um fast 2 Prozent gefallen waren. Die Anleger wägen eine mögliche Erhöhung der OPEC+-Produktion gegen widersprüchliche Zollsignale aus dem Weißen Haus ab. Anzeichen dafür, dass die USA und China sich den Handelsgesprächen annähern könnten, stützen die Preise.
Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee stagnierte bei 66,18 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte kaum verändert bei 62,29 Dollar.
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,5 Prozent auf 142,68 Yen und legte 0,2 Prozent auf 7,2980 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,4 Prozent niedriger bei 0,8276 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,3 Prozent auf 1,1350 Dollar und zog leicht auf 0,9397 Franken an.
Die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump und die Aussicht auf niedrigere China-Zölle hatten am Mittwoch die Wall Street angetrieben. Der US-Standardwerteindex Dow Jones verabschiedete mit einem Plus von 1,1 Prozent bei 39.606,57 Punkten aus dem Handel. Der breit gefasste S&P 500 gewann 1,7 Prozent auf 5.375,86 Zähler, und der technologielastige Nasdaq zog um 2,5 Prozent auf 16.708,05 Stellen an.
US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, er habe trotz seiner jüngsten Kritik an Jerome Powell nicht vor, den Chef der US-Notenbank zu feuern. Zudem sagte der US-Präsident am Dienstagabend gegenüber Reportern, er werde in den Verhandlungen mit China „sehr freundlich“ sein.
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