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#„Breaking Bad“-Star wollte sein Leben beenden

In einem Radiointerview wurde Giancarlo Esposito emotional: Vor „Breaking Bad“ war er so tief gesunken, dass er den Freitod wählen wollte für die Versicherung.

Es ist eine Krux mit dem Dasein vor der Kamera: Wenn das Publikum jemanden nur oft genug in Filmen und Serien erspäht, glaubt es sogleich, die Person habe ein gutes Auskommen – vor allem in Hollywood. Doch oft täuschen diese zahlreichen Auftritte in Serien und Filmen, denn in Hollywood verdienen nur die Stars richtig gutes Geld in Millionenhöhe, höchstens noch die Leute in Nebenrollen. Ein Beispiel: Jeff Daniels, der zu dem Zeitpunkt schon einige Hauptrollen hatte, erhielt für die 1994er-Krawall-Komödie „Dumm und Dümmer“ gerade einmal 50.000 US-Dollar Gage, während sein Co-Star Jim Carrey 7 Millionen US-Dollar erhielt.

Tatsächlich ist es so, dass die überwältigende Mehrheit, wahrscheinlich über 90 Prozent der Schauspielenden in Hollywood, aber auch hierzulande, von Casting zu Casting rennen und sich schon darüber freuen können, eine kleine Sprechrolle in einem Film oder eine Gastrolle in einer einzelnen Episode einer Serie zu ergattern. Diese sind selbstverständlich keine gutbezahlten Jobs, sondern garantieren maximal den Mindestlohn. Auch wenn man dann den ein oder anderen Namen und das ein oder andere Gesicht öfter in großen Produktionen erblickt, verdienen diese Schauspielenden fast nichts damit. Nahezu alle, die auf den großen Durchbruch hoffen, haben nebenbei einen oder mehrere Jobs, nur um sich über Wasser halten können. Große Sprünge? Familie? Das ist alles nicht möglich.

Film- und Serienfans kannten vielleicht nicht immer seinen Namen, dafür erkannten sie sein Gesicht. Viel brachte ihm das nicht, schon gar nicht auf den Tisch, wie Giancarlo Esposito in der „Jim and Sam Show“ auf SiriusXM wissen ließ. 2008, also im Jahr der Weltwirtschaftskrise, ausgelöst durch die Immobilienblase in den USA, ging es ihm finanziell so schlecht, dass er nur noch einen Ausweg für sich und für seine Familie sah:

„Mein Ausweg in meinem Kopf war: ‚Hey, bekommt man die Lebensversicherung, wenn man Selbstmord begeht? Erhalten sie das Geld?‘ Meine Frau hatte keinen blassen Schimmer, warum ich Derartiges gefragt habe. Ich begann Pläne zu schmieden. Wenn ich jemanden dazu bringen kann, mich umzubringen – Tod durch Unglück – würden [meine Kinder] die Versicherung kassieren. Ich hatte vier Kinder. Ich wollte dass sie ein [sicheres] Leben haben. Es war eine harte Zeit. Ich dachte buchstäblich an Selbstvernichtung, damit sie überleben können. So tief war ich gesunken.“

„Breaking Bad“ rettete Giancarlo Esposito buchstäblich das Leben

Aber schnell habe ihn die Realität wieder eingeholt. Kein Geld dieser Welt sei es wert, den eigenen Kindern ein derartiges Trauma zu hinterlassen:

„Aber dann wäre ich nicht mehr hier, um für meine Kinder da zu sein. Dann begriff ich, dass es nicht machbar ist, weil der Schmerz, den ich ihnen zufügen würde, ein Leben lang andauern würde – und es wäre ein Lebenslanges Trauma, das lediglich das Generationentrauma, von dem ich wegzukommen versuchte, verlängern würde. Das Licht am Ende des Tunnels war ‚Breaking Bad‘.“

Die Thriller-Serie von Showrunner von Vince Gilligan machte aus Giancarlo Esposito quasi über Nacht einen Star, nachdem er fast sein ganzes Leben lang schon vor der Kamera gestanden hatte. Dank der Rolle des Drogenbarons Gus Fring, der zur Tarnung das Fast-Food-Restaurant Los Pollos Hermanos leitet, erhielt Esposito endlich die Anerkennung und vor allem die Rollen, die ihm ein gutes Auskommen verschafften. Seither ist er in Blockbustern wie „Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste“ genauso zu Hause wie in Independent-Filmen wie „Okja“. Aus der Serienwelt ist er ebenso wenig wegzudenken mit der „Breaking Bad“-Nachfolgeserie „Better Call Saul“, „The Boys“, „The Mandalorian“ und zuletzt „The Gentlemen“.

Die komplette „Breaking Bad“-Serie erhaltet ihr über Amazon auf 15 Blu-rays in der Box zum guten Preis.

Jetzt habt ihr es: „Breaking Bad“ kann Leben retten. Und Leben bereichern. So wie eures, falls ihr dieses Quiz lösen könnt:

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