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Das BSW hat einen neuen Namen. Allerdings erst nach den Landtagswahlen im kommenden Jahr. Der Grund ist klar: Die Partei will so lange wie möglich von ihrer prominentesten Politikerin profitieren. Doch was folgt danach? Das ist auch nach dem Parteitag unklar.
Weder wurde klar, welche Rolle Wagenknecht in der Grundwertekommission spielen wird, noch welche Themen das BSW – abseits von den Klassikern Krieg und Frieden, Meinungsfreiheit und Kritik an der Bundesregierung – bespielen will. Auch mag die Entscheidung des Bundestagswahlausschusses gegen eine Neuauszählung die Reihen vorerst schließen, die personellen Streitigkeiten sind damit jedoch nicht aus der Welt.
Personenparteien selten erfolgreich
Für das BSW ist das ein Problem, das allerdings seit der Gründung besteht. Eine Person ist kein Programm, sie ist noch nicht einmal Garant für langfristigen Erfolg. Das zeigt ein Blick in die Geschichte der Bundesrepublik: Parteien, die in erster Linie rund um eine charismatische Führungspersönlichkeit gegründet wurden, konnten sich nie langfristig durchsetzen. Erinnert sei an Frauke Petrys Blaue Partei oder die Schill-Partei.
Wo eine Partei zu sehr auf eine Person zugeschnitten ist, kann aus dem Promi-Bonus schnell ein Promi-Malus werden. Ob das BSW sich von seiner Parteigründerin emanzipieren kann – und ob diese das zulässt –, wird sich spätestens bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigen.
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