Hat Peter F. im Jahr 1986 ein Mädchen im südhessischen Lindenfels ermordet? Vor dem Darmstädter Landgericht wird klar: Gegen den Angeklagten wurde lange verdeckt ermittelt.
Der wohl wichtigste Beweis in diesem Fall kommt an Tag fünf zur Sprache. Es ist eine Folie, mit der Ermittler im Jahr 1988 einen Spaten abgeklebt haben, um Spuren zu sichern. DNA-Analysen gab es damals noch nicht, die Folie wurde deshalb mehr als 30 Jahre lang von den Ermittlern eingelagert. Die Sachverständige, die an diesem Dienstag aussagt, hat die Folie im Jahr 2020 analysiert und darauf die DNA des Angeklagten Peter F. festgestellt. Wie sicher, will der Vorsitzende Richter am Landgericht Darmstadt von ihr wissen, ist es, dass es sich um seine DNA handelt? Die Sachverständige sagt: „Sehr wahrscheinlich.“
Peter F. nimmt solche Äußerungen meist ohne große Regung zur Kenntnis. Manchmal verzieht er das Gesicht, als habe er Schmerzen. Dem 62 Jahre alten Mann wird Mord vorgeworfen. Er soll die 15 Jahre alte Jutta Hoffmann im Juni 1986 im südhessischen Lindenfels auf ihrem Heimweg vom Schwimmbad durch ein kurzes Waldstück vergewaltigt und ermordet haben. Anschließend soll er mit dem Spaten Erde ausgehoben und sie verscharrt haben. Juttas Leiche wurde im gleichen Waldstück gefunden, allerdings erst eineinhalb Jahre später.
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