#Commerzbank-Aufsichtsratschef Vetter tritt zurück

Commerzbank-Aufsichtsratschef Vetter tritt zurück

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Commerzbank, Hans-Jörg Vetter, wird am Dienstag völlig überraschend aus gesundheitlichen Gründen zurück treten. Dies teilte die Commerzbank am Dienstagmittag mit.

Weggefährten, die Vetter noch in der vergangenen Woche munter und wie immer Pfeife rauchend in seinem Frankfurter Büro erlebt haben, reagierten im Gespräch mit der F.A.Z. überrascht und bestürzt. Dass der „unabhängige Kopf“ sich mit jemandem überworfen haben könnte, gilt als unwahrscheinlich. 

Der 68 Jahre alte frühere Vorstandsvorsitzende der Landenbanken Berlin und Baden-Württemberg Vetter hatte erst im August auf Vorschlag des Großaktionärs Bundesregierung den Aufsichtsratsvorsitz in der Commerzbank übernommen. 

Als neuen Vorstandsvorsitzenden verpflichte Vetter den langjährigen Allianz-Manager Manfred Knof von der Deutschen Bank. Auch darüber hinaus zeigte Vetter Gestaltungswille und Einsatz: Der frühere ING-Deutschland-Chef Roland Boekhout verließ die Commerzbank schon nach weniger als einem Jahr, weil seine strategischen Vorstellungen als Firmenkundenvorstand nicht mit denen Vetters vereinbar waren.


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Vetter kaufte erst im Februar für 200.000 Euro Commerzbank-Aktien auf eigene Rechnung – ein Indiz, dass er an den Erfolg der von Knof angestoßenen Sanierung glaubt. Nun muss Vetter nach sehr kurzer Zeit sein Amt aufgeben, das er erkennbar mit Freude ausübte. Bis zur Wahl eines Nachfolgers werde Vetters Stellvertreter Uwe Tschäge, der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, den Aufsichtsrat führen, hieß es von der Commerzbank.

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