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#Daniel, 19 – „Mir geht es nicht um Berühmtheit, ich möchte einfach Musik machen“

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Daniel, 19 – „Mir geht es nicht um Berühmtheit, ich möchte einfach Musik machen“

Der 19-jährige Daniel wohnt mit seinem Vater in Potsdam. Obwohl er unter der Woche viel allein ist, fühlt er sich nicht einsam. Seine Familie bedeutet ihm alles, genauso wie seine Musik, von der er irgendwann leben will.

In der Serie Youthhood porträtieren wir junge Menschen zwischen 17 und 20 Jahren. Sie erzählen bei ze.tt, wovor sie Angst haben, wie ihr erster Kuss war, wie sie arbeiten wollen und was für sie Familie bedeutet. Sie alle sind als Digital Natives groß geworden und leben in urbanen Räumen, in denen die Mietpreise stetig steigen. Wir wollen wissen, wie es ihnen geht. 

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Foto: © Ralf Obergfell

Steckbrief:

Name: Daniel Brüggemann
Alter: 19
Beruf: Musiker, Produzent, Gitarrist
Geburtsort: Berlin, Charlottenburg
Wohnort: Potsdam, Brandenburg
Gender: Männlich 

ze.tt: Daniel, wie bist du aufgewachsen?

Daniel: Mit meinen Eltern. Als ich ein Jahr alt war, sind wir nach Frankfurt gezogen, wo wir acht Jahre lang gelebt haben. Dann sind wir wieder zurück nach Berlin. Bis zur Trennung meiner Eltern habe ich noch bei ihnen gelebt. Von zehn bis 16 Jahre dann mit meiner Mutter in Schöneberg, von 16 bis 19 Jahre bei meinem Vater in Zehlendorf und nun mit ihm in Potsdam. Ich habe noch einen 39-jährigen Halbbruder, der in New York lebt. Meine Mum ist Jamaikanerin, mein Vater ist Westfale.

In welchen Momenten legst du dein Handy beiseite?

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Ich mache es aus Respekt vor meinen Eltern aus, wenn wir zusammen essen. Und wenn ich Musik mache. Dann ist das Handy auf stumm geschaltet.

Ich werde meinen Kindern wahrscheinlich erklären müssen, warum es keinen Schnee mehr gibt.

Daniel

Wie siehst du die Welt in 2050?

Viel fortschrittlicher. Es wird selbstfahrende Autos geben, vielleicht stehen wir in 30 Jahren auch am Anfang von fliegenden Autos. Es wird neue Medikamente geben, die derzeit noch unheilbare Krankheiten heilen können. Ich werde meinen Kindern wahrscheinlich erklären müssen, warum es keinen Schnee mehr gibt. Viele Tierarten werden ausgestorben sein. Vielleicht gibt es kein Erdöl mehr.

Ab wann sind Menschen für dich alt?

Ab dem Zeitpunkt, an dem sie sich mit neuen Trends nicht mehr identifizieren können, wenn sie konservativ denken. Man ist wohl auch alt, wenn man Kinder hat und ihnen nicht mehr folgen kann.

Mir geht es nicht um Berühmtheit. Ich möchte einfach nur meinen Traum verwirklichen, kreativ sein und Musik machen.

Daniel

Wovor hast du Angst?

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Vor Erkrankungen in der Familie und bei Bekannten. Mein Vater hatte eine Magen-OP. Sein Vater hatte früher die gleiche OP und ist daran gestorben. Ich hatte Angst, dass meinem Dad das auch passieren könnte. Zum Glück hat er die OP gut überstanden.

Was gibt dir Hoffnung?

Die Veröffentlichung meines Musikprojektes, das sich gut verkauft hat. Ich komponiere Melodien und Beats, sowohl analog als auch digital. Diese lade ich auf einer Online-Plattform hoch, wo andere Produzenten sie kaufen können. Wenn sich jemand meine Musik anhört und mir positives Feedback gibt, gibt mir das auch Hoffnung. Kommentare über Instagram oder YouTube motivieren mich. Auch, dass mein Vater mich unterstützt, finde ich mega stark.

Ich denke, dass Gott auf mich schaut und ich einen guten Schutzengel habe. Bisher hatte ich Glück und war immer gesund und fit. Seit meinem 15. Lebensjahr spiele ich Basketball im Verein und hatte noch keine Verletzungen.

Ich fühle mich nicht einsam, wenn ich alleine bin.

Daniel

Wie gehst du mit Einsamkeit um?

Ich verbringe viel Zeit alleine in meinem Studio, das im Haus meines Vaters oben unterm Dach ist. I’m a lone rider, aber ich fühle mich nicht einsam, wenn ich alleine bin. Mein Dad ist montags bis donnerstags beruflich in München. Dann bin ich allein in der Wohnung. Wenn ich mich doch mal einsam fühle, zocke ich mit meinen Kumpels zusammen Videospiele. Zum Beispiel Oscar, mit dem ich auch musikalisch zusammenarbeite. Er ist Rapper. Oder Florian, er ist Fotograf und macht auch Videos.

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Wie möchtest du arbeiten?

Ich möchte so arbeiten, wie ich jetzt arbeite. Von zu Hause in einem Studio, um meinen Traum von der Musik zu realisieren. Ich möchte davon leben können. Mir geht es nicht um Berühmtheit, ich möchte einfach nur meinen Traum verwirklichen, kreativ sein und Musik machen. Eine schön klingende Melodie ist für mich besser als Sex. Momentan arbeite ich aber noch nebenbei bei einem Sneaker-Outlet für Hip-Hop-Fashion und Street Wear in Potsdam.

Was setzt dich unter Druck?

Ich mich selbst. Wie gesagt: Ich kreiere Sample Packs, die ich verkaufe. Gewisse Produzenten habe ich umsonst beliefert, weil sie mit größeren Hip-Hop-Künstlern arbeiten. Da besteht die sogenannte placement opportunity: Ich werde statt mit Geld mit einem Credit auf einem Album bezahlt. Dadurch werde ich als Künstler sichtbarer. Ein Produzent wollte kürzlich Samples asap, also so schnell wie möglich. So unter Druck on demand zu produzieren, ist nicht mein Ding. Ich bin am besten, wenn ich nach meinem eigenen Rhythmus arbeiten kann. 

Meine leibliche Familie ist das höchste Gut für mich.

Daniel

Wie war dein erster Kuss?

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Auf jeden Fall schlecht, weil ich keine Ahnung vom Küssen hatte. Ich war 13.

Was bedeutet für dich Familie?  

Familie heißt Fleisch und Blut. Menschen, mit denen ich eine DNA teile. Meine leibliche Familie ist das höchste Gut für mich. Man kann Freunde entfreunden, aber Familie nicht.

In welchen Momenten fühlst du dich nicht ernst genommen?

Ich sehe mich als Künstler. Wenn Leute mir sagen, dass ich mir lieber einen richtigen Beruf suchen oder studieren sollte, fühle ich mich nicht ernst genommen. Das sind Menschen, die von dir erwarten, dass du mit dem Strom schwimmst. Aber egal wie hart es auch sein mag, gegen den Strom zu schwimmen: Wenn man sich durchbeißt, kommt man irgendwann ans Ziel.

Wann hast du dich das letzte Mal so richtig glücklich gefühlt?

Letztens, als ich fünfmal meine Samples verkauft habe. Den Erfolg konnte ich auch mit meinem Kumpel teilen, weil er das Video dazu gemacht hatte. Ich habe ihm versprochen, dass ich ihn als Dank zum Essen einlade.


Teil 1: Sebastian, 19 – „Manchmal fühle ich mich einsam, wenn ich auf einer Party bin“
Teil 2: Feline, 17 – „Über meinen ersten Kuss habe ich mir viel zu viele Gedanken gemacht“
Teil 3: Evan, 18 – „Ich habe das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn ich nicht available bin“
Teil 4: Pauline, 17 – „Alle zwei Tage höre ich dumme Kommentare von Männern“
Teil 5: Felix, 20 – „Ich bin mal im Kleid zu einer Familienfeier gegangen und war barfuß in der Schule“
Teil 6: Nesrien, 19 – „Mein größter Traum ist es, eine eigene Strandbar im Süden zu eröffnen“
Teil 7: Mattis, 17 – „Ich wollte nie ein Scheidungskind sein“
Teil 8: Lilli, 19 – „Ich finde es schlimm, dass in Berlin so viel Kiez zerstört wird“

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