
In „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ etablierte Joanne K. Rowling den Zeitumkehrer und bastelte mit seiner Hilfe eine spannende Geschichte, in der Zeitreisen eine entscheidende Rolle spielen. Daraus ergab sich für die folgenden Teile aber ein großes Problem: Ein Zeitumkehrer ist schlicht übermächtig. Wer ihn besitzt, kann die Geschehnisse leichtfertig zu seinen Gunsten manipulieren. Rowling etablierte entsprechend einige Regeln, laut denen die Zeitumkehrer gerade wegen ihrer Macht wieder vom Zaubereiministerium konfisziert und später fast ausnahmslos vernichtet wurden.
Sollen wir aber ernsthaft glauben, dass ihn Magier*innen zuvor nicht flächendeckend eingesetzt haben? Voldemort oder seine Untertanen haben nie versucht, einen Zeitumkehrer auf dem Schwarzmarkt zu holen, um damit die Welt endgültig ins Chaos zu stürzen? Oder andersherum hat niemand einen solchen Zeitumkehrer genutzt, um Voldemort vor seiner Machtergreifung zu stoppen?
Stattdessen gab man solch eine potentiell mächtige Waffe einer Schülerin, damit sie mehrere Unterrichtsstunden gleichzeitig besuchen kann? So gut „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ auch gerade wegen der Zeitreise ist, dieses Element erscheint im größeren Zusammenhang doch reichlich unsauber verwendet worden zu sein.
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