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Stephen King ist bekannt dafür, nicht jede Verfilmung seiner Werke gutzuheißen. Doch ein Film ragt aus dieser Liste besonders hervor.
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Stephen King gehört zu den meistverfilmten Autor*innen der Gegenwart: Über 50 seiner Romane oder Novellen wurden bereits für Film und Fernsehen adaptiert. Doch nicht jede Verfilmung ist gelungen: Während Adaptionen wie „Die Verurteilten“ oder „Misery“ zu Klassikern wurden, gelten andere wie „Der dunkle Turm“ oder „Der Feuerteufel“ als filmische Enttäuschungen.
Auch King selbst übte harsche Kritik an zahlreichen Verfilmungen seiner Werke. Besonders sticht jedoch seine Ablehnung gegenüber einer Adaption hervor, die von vielen als Meisterwerk im Horror-Genre gefeiert wird: Stanley Kubricks Inszenierung von „Shining“.
Schon während der Produktion kritisierte King offen Kubricks Herangehensweise, da der Regisseur nicht versuchte, sich an die literarische Vorlage zu halten, sondern sich das Material zu eigen machte. Für King bedeutete das eine massive Verfälschung der Geschichte. Besonders Kubricks Darstellung von dem Charakter Jack Torrance, gespielt von Jack Nicholson, frustrierte King. Im Interview mit Deadline sagte er Folgendes:
„Jack Torrance macht in diesem Film keine Entwicklung durch. Überhaupt keine Entwicklung. Wenn wir Jack Nicholson das erste Mal sehen, sitzt er im Büro von Mr. Ullman, dem Hotelmanager, und da weiß man schon: Der ist verrückt wie eine Klo-Ratte.
Alles, was danach passiert, ist, dass er noch verrückter wird. Im Buch ist er ein Mann, der mit seinem Verstand kämpft und ihn schließlich verliert. Für mich ist das eine Tragödie. Im Film gibt es keine Tragödie, weil es keine wirkliche Veränderung gibt.“
Auf welche King-Verfilmung wir uns in diesem Jahr noch freuen dürfen, seht ihr hier im Video:
Stephen King inszenierte „Shining“ schließlich selbst
Auch mit der Darstellung von Jacks Frau Wendy, gespielt von Shelley Duvall, war King nicht einverstanden. Gegenüber der BBC sagte er, sie sei „eine der frauenfeindlichsten Figuren, die je in einem Film gezeigt wurden.“ Er erklärte weiter: „Sie ist im Grunde nur dazu da, zu schreien und dumm zu sein, und das ist nicht die Frau, über die ich geschrieben habe.“
Kings Unzufriedenheit mit Kubricks Adaption von „Shining“ ging schließlich so weit, dass er 1997 selbst eine Miniserie produzierte, um seine eigene Vision des Romans filmisch umzusetzen. Im Gegensatz zur Kinoversion von 1980 blieb diese jedoch weitgehend unbeachtet und konnte nie denselben Kultstatus erlangen.
Trotz seiner Probleme mit Kubricks Adaptionen betonte King, dass der Regisseur „ein unglaublich kluger Typ“ gewesen sei und dass seine Filme „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ und „Wege zum Ruhm“ von großer Bedeutung für ihn seien (via Deadline).
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