Seine Pläne gingen auf: Trainer Pep Guardiola gewinnt mit Manchester City die Champions League.
Bild: dpa
City-Trainer Pep Guardiola ist mit dem Sieg über Inter Mailand endlich am Ziel – und bleibt doch weiter ein Getriebener, der es allen zeigen muss. Dabei kämpft er nicht nur gegen das Stigma des Klubs.
Es war nicht ein Arzt namens Joe Royle, es war der Fußballtrainer Joe Royle, der um die Jahrtausendwende einem rätselhaften Syndrom einen Namen gab: Jedenfalls behauptet jener Royle, seinerzeit das Wort von der „Cityitis“ geprägt zu haben. Das zwar in keinem medizinischen Fachwörterbuch zu finden ist, aber dafür umso hartnäckiger in den Köpfen des himmelblauen Teils von Manchester. Als Ahnung, dass bei City nichts so bleibt, wie es für den Augenblick scheint – und im Zweifel schiefgehen wird, was schiefgehen kann. Manchmal auch das, was eigentlich nicht kann. Es waren volatile Zeiten – damals.
Das lässt sich heute zwar längst nicht mehr für die Premier League sagen, die City fünf Mal in den vergangenen sechs Jahren gewann, für die Champions League aber hatte es bis zuletzt Bestand, in der vergangenen Saison auf denkwürdige Weise gegen Real Madrid, die Stoff für ein Trauma mit eigenem Namen wäre, wahlweise Rodrygo oder Benzema.
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