#Das Problem mit den Dark Patterns

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„Das Problem mit den Dark Patterns“

Wer im Internet einkauft, der wird in vielen Shops mit Hinweisen konfrontiert, dass ein Produkt, das zu den Topsellern mit Spitzenbewertungen früherer Käufer gehört und das sich 96 andere Interessenten gerade ebenfalls anschauen, nur noch in begrenzter Zahl vielleicht für zwei Tage verfügbar ist. Nimmt man das Produkt dann in den Warenkorb auf, so blinkt häufig ein Abwahlkasten auf mit Formulierungen wie „Ich verzichte darauf, die Vorteile einer Transportversicherung für meine Bestellung wahrzunehmen“. Solche Nutzeroberflächen sollen Interessenten zu Käufern von Waren und Zusatzdiensten machen. Außerdem findet man auf vielen Websites in Cookie-Zustimmungsaufforderungen Varianten, die Besucher durch Farben, Schriftgröße und Platzierung von Schaltflächen dazu animieren, darin einzuwilligen, dass ihre personenbezogenen Daten zum Zweck gezielter Werbung und Inhaltsvorschläge verarbeitet werden.

Die skizzierten und von ihren Effekten her verwandten Muster der Gestaltung von Nutzerschnittstellen werden in Fachkreisen mit den Anglizismen „Dark Pattern“ oder „Nudging for Bad“ (unethisches Anstupsen) angesprochen. Sie werden seit ungefähr 20 Jahren als unfair einseitig die Interessen von Nutzern beeinträchtigende, manipulative Mittel zur Einschränkung der Entscheidungsautonomie und -rationalität von Internetnutzern gebrandmarkt sowie als in die Irre führende listige psychologische Fallen im digitalen Onlineraum.

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