#Debatte in Bayern: Sind die Grünen wirklich Mimosen?

Die Grünen in Bayern fühlen sich nach den Störaktionen gegen sie im Stich gelassen von Ministerpräsident Markus Söder. Der widerspricht. In der Debatte geht es unterschwellig auch um die Frage: Wer hält am meisten aus?

Selbst in Bayern wird gerade debattiert, wie man die Schärfe aus der politischen Auseinandersetzung bekommt. Vor ein paar Tagen war bekannt geworden, dass ein parteiloser Bürgermeister in der Gemeinde Markt Schwaben auch deswegen aufhören will, weil er wegen einer geplanten Flüchtlingsunterkunft angefeindet wurde. Vor allem konzentriert sich die Debatte aber auf den Umgang mit den Grünen. Das ging schon im Wahlkampf los, als etwa in Neu-Ulm ein großer Stein in Richtung der grünen Spitzenkandidaten geworfen wurde. Zuletzt störten in Oberfranken rund 300 Leute eine Grünen-Veranstaltung mit mehr als 60 Traktoren und Autos.

Bei den Grünen gibt es unterschiedliche Arten damit umzugehen. Während die einen zu Klage und Anklage neigen, werben andere dafür, die eigenen Safe Spaces proaktiv zu verlassen. Die meisten sind sich aber darin einig, dass Markus Söder sie und die Demokratie stärker in Schutz nehmen könnte. Der bayerische Ministerpräsident hat jüngst nach einer CSU-Vorstandssitzung mit Blick auf die Störaktionen gesagt, er sei „ganz entschlossen gegen jede Form von Gewalt“. Er finde aber auch: „Bei den Grünen, da ist schon sehr viel Mimosenhaftigkeit da.“ In der „Augsburger Allgemeinen“ führte er aus: „Uns bei der CSU wurde auch schon ein Misthaufen vor die Türe gekippt.“ Sein Rat an die Grünen: „Ein bisschen demütiger“ aufzutreten. „Wenn Sie sich mal ansehen, was die über mich alles sagen, da bekomme ich ja auch keine Angst.“

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