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#Der Prinz bleibt auch online auf dem Teppich

Der Prinz bleibt auch online auf dem Teppich

Er war gerade ein paar Monate alt, als er den Thron an seine ältere Schwester Victoria verlor. Seither, seit 1980, ist sie die Kronprinzessin, und er, Carl Philip, ist darüber nicht einmal besonders unglücklich. Der schwedische Prinz wurde zwar nach allen königlichen Regeln und für alle Eventualitäten ausgebildet und für den Fall einer möglichen Nachfolge auf den Thron auch vorbereitet, doch spätestens seit er nur noch die Nummer vier in der schwedischen Thronfolge ist, kann er sich ganz dem widmen, was ihm am meisten Spaß macht: dem Design.

Peter-Philipp Schmitt

Schon sein Großonkel war ein bekannter schwedischer Designer. Auch Sigvard Bernadotte (1907 bis 2002) arbeitete bereits mit einem anderen Designer zusammen, mit Acton Björn. Bernadotte & Björn entwickelten unter anderem die Teig-Rührschüssel Margrethe, die dank Dr. Oetker in fast jeder deutschen Küche zu finden ist und nach Sigvard Bernadottes Nichte benannt ist, der dänischen Königin Margrethe II., die zugleich Carl Philips Patentante ist.

Minimalistisch, funktional und grafisch

Carl Philip Bernadotte, Jahrgang 1979, arbeitet seit acht Jahren mit dem Designer Oscar Kylberg zusammen. Der sieben Jahre ältere Kylberg stammt aus einer Künstlerfamilie, sein Urgroßvater, der Maler Carl Oscar Kylberg (1878 bis 1952), ist der bisher bekannteste Kylberg.

Minimalistisch, funktional und grafisch: Die Produkte von NJRD stehen in der Tradition des skandinavischen Designs.


Minimalistisch, funktional und grafisch: Die Produkte von NJRD stehen in der Tradition des skandinavischen Designs.
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Bild: NJRD

Carl Philip Bernadotte und Oscar Kylberg lernten sich 2003 kennen – anlässlich des 60. Geburtstags von Königin Silvia von Schweden. Als Designer-Duo nennen sie sich Bernadotte & Kylberg. Beide haben an der Forsbergs Skola in Stockholm Grafikdesign studiert und nach der Gründung ihres Studios 2012 schon viele Produkte gemeinsam auf den Markt gebracht: Porzellanschalen für Gustavsberg, Jacken für A-One, Weingläser für Zwiesel, Vasen für Stelton, Brillengestelle für Synsam. Materialien sind für ihren „Wandel durch Design“ besonders wichtig, sie wollen neue Wege beschreiten, etwa mit dem kompostierbaren Einweggeschirr Amazonica, das sie 2017 für Duni entwickelt haben: Es besteht aus Bagasse – Faserresten, die bei der Produktion von Zucker aus Zuckerrohr anfallen.

Nun haben die beiden eine eigene Marke gegründet: NJRD, ausgesprochen Njord. Wie der Name andeutet, der sich auf die nordische Mythologie bezieht, wollen sie sich in die Tradition des skandinavischen Designs stellen – das minimalistisch, funktional und grafisch ist.

Für NJRD haben sie Porzellan, Teppiche und Decken entworfen, die über die Online-Plattform Nordic Nest (bis 2019 firmierte sie unter dem Namen Scandinavian Design Center) zu haben sind. Auf ihr ist die Marke von Bernadotte & Kylberg zwar nur eine von vielen; mehr als 24.000 Produkte skandinavischer Hersteller werden von Nordic Nest vertrieben. Aber die beiden haben sich über sie zugleich erstmals global aufgestellt, werden nun in vielen Ländern und in zehn verschiedenen Sprachen vermarktet. Zudem kann nicht jede Marke einen echten Prinzen aufweisen, der beinahe einmal König geworden wäre – was sicher ein Wettbewerbsvorteil ist.

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