#Der Reichsminister als europäischer Idealist

Der Reichsminister als europäischer Idealist

Die Hamsun-Tage auf Hamarøy in Norwegen wurden in diesem Jahr am 4.August eröffnet, pünktlich zum Geburtstag des Autors. Das Literaturfestival stand im Zeichen des hundertjährigen Jubiläums der Nobelpreisverleihung an Hamsun. Angekündigt wurde auf Hamarøy auch eine Aktion, die die Ambivalenz dieses Jubiläums vor Augen führt. Während des Zweiten Weltkriegs hatte Hamsun seine Nobelpreismedaille Joseph Goebbels vermacht – seitdem ist sie verschollen. Nun begibt man sich auf die Suche nach dem dreiundzwanzigkarätigen Goldstück, das wohl wie kaum ein anderer Gegenstand die glänzenden und die stumpfen Seiten von Hamsuns Leben und Werk symbolisiert.

Wer Norwegens Beitrag zur Weltliteratur ermessen will, kommt an Hamsun nicht vorbei. Bereits in den Jahren um 1890 hatte er sich mit Romanen wie „Hunger“, „Mysterien“, „Pan“ und „Victoria“ international einen Namen gemacht. Sein Werk wurde von Autorinnen und Autoren wie Selma Lagerlöf, Maxim Gorki, Thomas Mann und Hermann Hesse hoch geschätzt. Den Nobelpreis erhielt er aber nicht für diese Werke und auch nicht im ersten Anlauf.

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